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Nach Ausstieg aus Nord Stream 2: USA prüfen Aktivitäten von Baker Hughes

© SNA / Sergey GuneevNord Stream 2 (Archivbild)
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 27.02.2021
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Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission hat eine Ermittlung gegen die texanische Erdöl-Service-Gesellschaft Baker Hughes eingeleitet. Dies berichtet die Zeitung „The Wall Street Journal“.
Die Untersuchung betrifft die Zusammenarbeit des Unternehmens mit Projekten, die unter US-Sanktionen fallen. Die Vertreter von Baker Hughes erklärten, das Unternehmen habe bereits alle erforderlichen Unterlagen bereitgestellt. Es habe auch eine interne Überprüfung der Einhaltung von Sanktionen begonnen.
Ende Februar hatten Baker Hughes und eine Reihe deutscher und amerikanischer Unternehmen bekannt gegeben, sie würden an dem Projekt der Ostseepipeline Nord Stream 2 nicht teilnehmen. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, verkündete, die USA würden die an der Pipeline beteiligten Unternehmen weiter überwachen.
Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 nahe Wismar - SNA, 1920, 23.02.2021
US-Außenministerium: Sanktionen gegen Nord Stream 2 sind effektiv
Am Montag hatten die USA das russische Verlegeschiff „Fortuna“, welches am Bau der deutsch-russischen Gasleitung Nord Stream 2 beteiligt ist, und ihren Eigner, die russische Firma KVT-RUS, in eine weitere Sanktionsliste aufgenommen. Demnach handelt es sich um die SDN (die Specially Designated Nationals and Blocked Persons List)-Liste der Exportkontrollbehörde des US-Finanzministeriums (OFAC, Office of Foreign Assets Control).
Am 19. Januar hatte Washington die „Fortuna“ in eine Sanktionsliste gemäß dem US-Gesetz zur Bekämpfung der Gegner Amerikas durch Sanktionen (CAATSA, kurz für „Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act“) aufgenommen.

Nord Stream 2

Die Pipeline Nord Stream 2 ist inzwischen zu mehr als 90 Prozent fertiggestellt. Sie soll parallel zur bereits betriebenen Gasleitung Nord Stream 1 jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas durch die Ostsee nach Deutschland transportieren.
Nachdem die US-Regierung im Dezember 2019 Sanktionen gegen die am Bau der Pipeline beteiligten Unternehmen verhängt hatte, mussten die Bauarbeiten an Nord Stream 2 unterbrochen werden, da Firmen wie die Schweizer Allseas und die norwegische DNV GL aus dem Projekt ausstiegen.
Washington will die Fertigstellung der Pipeline verhindern – angeblich, um Europa vor einer übermäßigen Abhängigkeit von russischen Energielieferungen zu bewahren. Befürworter der Gasleitung werfen den USA dagegen vor, nur ihr Flüssiggas zu höheren Preisen in Europa verkaufen zu wollen. Russland erklärte wiederholt, dass dieses Projekt kommerziell und für Europa von Vorteil sei. Berlin befürwortet den Fertigbau der Pipeline und lehnt einseitige extraterritoriale Sanktionen der USA ab.
Die Verlegearbeiten in den dänischen Gewässern sind derweil vom Rohrverlegeschiff „Fortuna“ übernommen worden und sollen bis Ende April 2021 größtenteils abgeschlossen sein.
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