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US-Geheimdienst: Saudischer Kronprinz genehmigte Operation zur Tötung Khashoggis

© REUTERS / CARLOS BARRIADie saudi-arabische Botschaft in Washington, D.C.
Die saudi-arabische Botschaft in Washington, D.C.  - SNA, 1920, 26.02.2021
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Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die Operation zur Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 nach Einschätzung der US-Geheimdienste genehmigt.
Das geht aus einem Bericht hervor, den das Büro von US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines am Freitag in Washington veröffentlichte. Wie daraus zu entnehmen ist, hatte der Kronprinz seit 2017 die absolute Kontrolle über alle Sicherheits- und Geheimdienstoperationen des Königreiches gehabt. Demzufolge sei es höchst unwahrscheinlich, dass saudische Beamte eine Operation dieser Art ohne die Genehmigung des Kronprinzen hätten ausführen können.
Für eine solche Genehmigung sprächen auch die direkte Beteiligung eines wichtigen Beraters von Bin Salman an der Operation sowie dessen Unterstützung für gewaltsame Maßnahmen, um Dissidenten im Ausland zum Schweigen zu bringen, heißt es weiter.
Khashoggi war am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Spezialkommando aus Riad getötet worden. Sein Leichnam ist bis heute nicht gefunden worden. Allerdings berichtete „Washington Post“ im selben Jahr unter Verweis auf eine türkische Quelle, dass „biologische Beweise“ im Garten des Konsulats gefunden worden seien.
Khashoggi lebte vor seiner Ermordung im US-Bundesstaat Virginia und schrieb Kolumnen für die „Washington Post“, die oft Kritik an der saudischen Monarchie enthielten.

Kronprinz streitet Verstrickung ab

Die Führung des islamisch-konservativen Königreichs war nach dem Verschwinden Khashoggis scharfer Kritik ausgesetzt. Sie räumte den Mord erst auf internationalen Druck hin ein. Die Spuren führten bis in das engste Umfeld von Kronprinz Mohammed bin Salman, der aber bestritt, die Tötung selbst angeordnet zu haben.
In der Türkei läuft derzeit ein Prozess um den Mord an Khashoggi. Ein saudisches Gericht hatte im Herbst fünf Angeklagte zu 20 Jahren Haft verurteilt und damit die Ende vergangenen Jahres verhängte Todesstrafe gegen die fünf Männer aufgehoben. Zuvor hatte Khashoggis Familie erklärt, dass sie den Tätern vergebe.
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