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Asiatische Popband als „Scheißvirus“ bezeichnet: Weltweite Rassismusvorwürfe gegen Bayern3-Moderator

© AP Photo / Lee Jin-manSüdkoreanische K-Pop-Band BTS
Südkoreanische K-Pop-Band BTS  - SNA, 1920, 26.02.2021
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Der Bayern3-Moderator Matthias Matuschik hat sich weltweit Feinde gemacht, indem er in einer Livesendung die berühmte südkoreanische Popband BTS abkanzelte. Auf Twitter schlugen seine äußerst umstrittenen Äußerungen ein wie eine Bombe.
In über einer Million Meldungen mit dem Hashtag #Bayern3Racist werfen Twitter-Nutzer aus aller Welt Matuschik Rassismus vor.
Am Donnerstagabend sollte Matuschik in einer Live-Sendung den Song „Fix You“ von Coldplay anmoderieren. Dann fiel ihm ein, dass die südkoreanische Boyband BTS den Song kürzlich coverte und sich zudem beim „MTV Unplugged“-Special durchgesetzt hat.
„Gotteslästerung“, schimpfe der Moderator in das Mikrofon, dass „diese kleinen Pisser“ sein Lieblingslied überhaupt covern durften. Auch nannte Matuschik die Jungs „irgendein Scheißvirus, wogegen es hoffentlich bald ebenfalls eine Impfung“ gebe. Für die Keckheit, sich einem Coldplay-Lied überhaupt anzunähern, solle die Band „für die nächsten 20 Jahre in Nordkorea Urlaub machen“, urteilte der Moderator.
Dabei handelt es sich bei den Musikern, die Matuschik offenbar nicht duldet, um eine seit vielen Jahren extrem erfolgreiche und unter Jugendlichen in vielen Ländern beliebte Popband. Bei der Tatsache, dass eine asiatische Gruppe mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht wurde, war der Shitstom schon so gut wie vorprogrammiert. Schon öfter wurden asiatisch aussehende Menschen für den Ausbruch des Virus schuldig gemacht und beleidigt.
„Ich weiß welchen radiosender ich von nun an nicht mehr hören werde! Tschüss @bayern3, checkt mal lieber wen ihr so bei euch moderieren lasst! Rassismus auf die art und weise im jahr 2021 brauche ich mir wirklich nicht mehr geben“, schrieb etwa eine Nutzerin zu einem Auszug aus der Sendung, der sofort viral ging.
„Es geht hier nicht nur um die Band. Das Problem ist der Rassismus: Die Abwertung asiatischer Menschen (hier BTS), indem man sie als Virus bezeichnet, gegen den Impfstoff entwickelt werden solle. Gerade in der Pandemie, wo so viele Asians diesen Rassismus erleben“, erklärt etwa die Journalistin asiatischer Herkunft, Nhi Le.
Der Moderator könnte sagen, argumentieren andere Nutzer, er finde das BTS-Cover scheiße. Stattdessen habe er mit seinem Vergleich alle asiatischen Menschen beleidigt.
Der Bayerische Rundfunk hat sich inzwischen zu dem Fall gemeldet. In der Sendung habe Matuschik seine persönliche Meinung zu der sehr erfolgreichen südkoreanischen Band BTS und deren Cover des Coldplay-Songs im Rahmen ihres Unplugged-Konzerts kundgetan und viele hätten sich darüber beschwert. Es sei Matthias Matuschiks Markenzeichen, sich stets „klar, offen und ungeschminkt zu äußern“. Er habe aber in keiner Weise beabsichtigt, die Gefühle der BTS Fans zu verletzen. „Dafür entschuldigen wir uns in aller Form.“ Auch Matuschik selbst
Viele Nutzer und Betroffene werfen dem Sender und dem Moderator weiter vor, sich nur für die verletzten Gefühle entschuldigt zu haben und nicht für die rassistischen Äußerungen an sich.
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