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Kramp-Karrenbauer zu Überraschungsbesuch bei deutschen Soldaten in Afghanistan

© REUTERS / POOLBundeswehr-Soldaten im Afghanistan (Archivbild)
Bundeswehr-Soldaten im Afghanistan (Archivbild) - SNA, 1920, 26.02.2021
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Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist am Freitag unangekündigt in Afghanistan eingetroffen, um das Einsatzkontingent der Bundeswehr in Mazar-E-Sharif zu besuchen. Dabei betonte sie, dass der geordnete Abzug aus dem Land am Hindukusch das Ziel bleibe.
Nach dem Kabinettsbeschluss zur Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes bis zum 31. Januar 2022 möchte sich Kramp-Karrenbauer „im direkten Austausch mit den Männern und Frauen der Bundeswehr einen Überblick über die aktuelle Lage des Bundeswehrkontingents und die Situation in Afghanistan verschaffen“, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit.
„Afghanistan brauche dringend Perspektiven und den gesellschaftlichen Ausgleich zwischen verfeindeten Gruppen. Unsere Soldatinnen und Soldaten könnten diese Prozesse nicht ersetzen. Die Männer und Frauen der Bundeswehr leisten aber gemeinsam mit Verbündeten insbesondere im Norden des Landes einen wichtigen Beitrag“, zitierte das Ministerium Kramp-Karrenbauer.
Sie betonte: „Mit unserem militärischen Engagement in den zurückliegenden fast 20 Jahren haben wir wichtige Voraussetzungen geschaffen.“ Die Bildungsangebote seien deutlich gestiegen, die Mehrheit der Bevölkerung habe Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Jugend nutzte die elektronische Vernetzung, erläuterte Kramp-Karrenbauer. Die Mehrheit der Afghaninnen und Afghanen werde diese Fortschritte nicht missen wollen.
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„Wir sind dazu bereit, den Friedensprozess weiterhin zu unterstützen. Der Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten hat mit Blick auf die Sicherheitslage dabei sehr hohe Priorität, dafür werden alle erforderlichen Maßnahmen gemeinsam mit unseren Partnern ergriffen. Das Ziel bleibt der geordnete Abzug“.
Die Erkenntnisse aus dem Besuch wolle die Verteidigungsministerin in die anstehende parlamentarische Debatte und die laufenden Gespräche innerhalb der Nato einbringen, so das Ministerium.
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