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Hunderte Kühe monatelang auf hoher See eingepfercht – Schiff kehrt nach Spanien zurück

© REUTERS / TALLIA SHIPPING LINE CO. SRLDie Kühe auf dem Frachter „Karim Allah“.
Die Kühe auf dem Frachter „Karim Allah“. - SNA, 1920, 26.02.2021
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Rund 900 Kühe, die seit gut zwei Monaten auf einem Frachter auf dem Mittelmeer eingepfercht sind, bereiten Tierschützern große Sorgen. Laut der Zeitung „El País“ ist das Schiff „Karim Allah“ nach einer langen Irrfahrt zum Ausgangshafen im ostspanischen Cartagena zurückgekehrt, weil niemand die angeblich zum Teil erkrankten Tiere aufnehmen wollte.
Die Tierschützer riefen die zuständigen Behörden in Spanien am Freitag dazu auf, so schnell wie möglich die Entladung der Tiere anzuordnen. „Sie haben genug gelitten und verdienen es, das Schiff zu verlassen“, hieß es. In einer ähnlichen Situation befinden sich den Berichten zufolge derzeit Hunderte weitere Kühe auf einem Schiff vor Zypern. Der Versuch, die Kühe in anderen Mittelmeerländern wie etwa Libyen zu verkaufen, sei ebenfalls gescheitert, hieß es.
Tiertransporte stehen immer wieder in der Kritik. Die vom Deutschen Tierschutzbund gegründete Organisation Eurogroup for Animals forderte die Europäische Kommission am Freitag erneut auf, „eine gründliche Untersuchung dieser Tiertransporte einzuleiten“.

Am Zielort abgewiesen

Die Milchkühe aus Spanien sollten in die Türkei exportiert werden. Ihr Frachter hatte am 18. Dezember in Cartagena abgelegt. Am Ziel eingetroffen, seien die Rinder von den türkischen Behörden jedoch zurückgewiesen worden, weil bei einigen angeblich die Blauzungenkrankheit festgestellt worden sei, berichtete „El País“. Es handelt sich um eine von Insekten übertragene, nicht ansteckende Krankheit, an der vor allem Schafe, aber auch Rinder und Ziegen erkranken.
Das spanische Landwirtschaftsministerium in Madrid teilte unterdessen mit, alle Kühe würden mit der entsprechenden Gesundheitsbescheinigung und auch frei von der Blauzungenkrankheit exportiert.
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