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Europa ohne Grenzen auch in einer Pandemie

© SNA / Jewgeni Odinokow / Zur BilddatenbankDsa Historische Museum
Dsa Historische Museum  - SNA, 1920, 26.02.2021
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Das Staatliche Historische Museum Russlands bereitet sich mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte zu Berlin auf die Eröffnung der Ausstellung „Eisenzeit. Europa ohne Grenzen“ vor. Dies teilte Aleksej Lewykin, Direktor des Historischen Museums Moskau im Gespräch mit SNA mit.
„Während der Pandemie wurden viele Museen tatsächlich geschlossen und die Kontakte zu ausländischen Museen unterbrochen. Wir arbeiten aber weiterhin mit Museen in Italien und Deutschland zusammen. Um ehrlich zu sein, hängt vieles von den Museen selbst und den Ländern ab, in denen sie sich befinden”, so Lewykin.

Wir haben langjährige Beziehungen zu unseren deutschen Partnern, und jetzt laufen die Vorbereitungen für die gemeinsame Ausstellung ‘Eisenzeit. Europa ohne Grenzen‘. Natürlich werden wir unsere Zusammenarbeit fortsetzen, Museen können ohne Kontakte nicht existieren. Sie können nicht ohne wissenschaftlichen Austausch existieren, ohne den Austausch von Expositionen, Objekten. Wir haben diese Verbindungen immer gepflegt und werden sie auch in Zukunft unterstützen“, so Lewykin weiter.

Was zeigt die Ausstellung

Die Ausstellung „Eisenzeit. Europa ohne Grenzen“ (etwa 1600 Gegenstände) wurde bereits im November 2020 in der Eremitage St. Petersburg präsentiert. Exponate des Museums für Vor- und Frühgeschichte zu Berlin aus dem I. Jahrtausend vor Christus, die während des Krieges aus Deutschland in die Sowjetunion verlegt wurden, wurden dort erstmals vorgestellt: die Eisenzeit in Italien, die Hallstatt-Kultur, die Altertümer der keltischen Kultur, die berühmten Schätze der skythischen Steppenhügel, antike Denkmäler, Altertümer der Koban-Kultur des Nordkaukasus und die Kulturen des Waldgürtels Osteuropas.
Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, sagte damals:

Diese Ausstellung ist ein weiterer Baustein in der langen Volksgeschichte der deutsch-russischen Zusammenarbeit, vor allem zwischen den Museen in Berlin, Petersburg und Moskau. Es ist eine Ausstellung, die auf der Beutekunst-Problematik aufbaut. Wir haben so viel erreicht bei den schwierigen Themen, wir arbeiten zusammen mit russischen Wissenschaftlern und im Endeffekt hat ein Thema, das eigentlich Deutsche und Russen trennen müsste, sie stark aneinandergebunden.“

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin ist weltweit durch seine Exponate bekannt. Die Kulturentwicklung Europas und angrenzender Regionen von der Altsteinzeit bis ins Hochmittelalter wird mit über 340.000 Objekten dargestellt. Die Vorrömische Eisenzeit schildern beeindruckende Funde aus den slowenischen Ausgrabungen. Zu den Perlen der Sammlung zählen wertvolle Teile des sogenannten Schatzes des Priamos aus Heinrich Schliemanns Sammlung trojanischer Altertümer und die bedeutenden Zypern-Sammlungen.
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Rückgabe von Beutekunst fraglich

Das Problem der Rückgabe kultureller Werte, die zu gegebener Zeit aus anderen Ländern verschleppt wurden, wird regelmäßig angesprochen, ist aber heute nach Ansicht von Lewykin irrelevant. Griechische Kunst befindet sich im Britischen Museum. Die Schätze Italiens, die während der Napoleonischen Kriege verlegt wurden, befinden sich jetzt im Louvre.

Dies ist ein altes Problem, es wird nirgendwo hingehen und wird ständig diskutiert. Ich gehöre zu jener Kategorie der Museumsgemeinschaft, und diese Sichtweise wird von vielen unterstützt, dass die Museumssammlungen unteilbar sind. Die Hauptsache ist nicht, wo sich die Denkmäler befinden, sondern inwieweit die Sammlungen offen und für die Besucher zugänglich sind. In der heutigen globalisierten Welt gibt es keine Probleme, ein Museum zu besuchen und eine Ausstellung zu sehen", meint Lewykin.

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Wenn nicht die Pandemie gewesen wäre, möchte man hinzufügen. Dennoch haben im Jahr 2020 etwas mehr als 370.000 Menschen das Historische Museum am Roten Platz besucht. An seinen Online-Veranstaltungen nahmen 13,5 Millionen Zuschauer teil. Darüber hinaus hat das Museum bereits 1,5 Millionen Exponate aus seiner Sammlung im Internet öffentlich gemacht, sie sind weltweit zugänglich.
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