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Durchgeimpft bis zum Sommer? Schweiz kann 110.000 Menschen pro Tag impfen

© REUTERS / DENIS BALIBOUSEImpfzentrum in Genf, 3. Februar 2021
Impfzentrum in Genf, 3. Februar 2021 - SNA, 1920, 26.02.2021
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Trotz Lieferengpässen soll die Schweiz in der nächsten Woche eine gewaltige Menge an Impfdosen erhalten. Laut dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) könnte das Land täglich 110.000 Menschen impfen. Erreicht die Schweiz damit schon im Sommer die Herdenimmunität?
Die Schweiz erwartet in der kommenden Woche eine größere Ladung an Impfstoffen, schreibt SRF – obwohl sowohl der Impfstoff-Konzern Biontech wie auch Moderna Lieferengpässe haben und die versprochenen Impfstoffdosen nicht rechtzeitig ausliefern können. Dennoch sollen alle vertraglich vereinbarten Impfstoffe bald ankommen, denn die Liefermengen sind pro Quartal vereinbart.

„Wir haben kein Signal, das zeigen würde, dass die Mengen, die fürs erste Quartal gekauft worden, nicht geliefert werden. Das bedeutet: Da es einige Lieferengpässe im Februar gab, wird das im März kompensiert“, sagt Alain Berset, Gesundheitsminister der Schweiz.

Impfkapazitäten der Kantone sind ausbaufähig

Die neusten Recherchen zu Impfkapazitäten vom SRF ergaben, dass alle Kantone zusammen ungefähr 110.000 Menschen täglich impfen könnten. Die Kantone selbst wären bereit, diese Mengen zu gewährleisten. Laut Angaben mehrerer Kantone haben sie lediglich Mindestwerte angegeben und könnten ihre Kapazitäten ausbauen.
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Nach den Richtwerten Bersets sollen bis zum Juni dieses Jahres 130.000 Menschen täglich geimpft werden. Aufgrund der Ausbaufähigkeit, die die Kantone garantiert haben, sieht der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), Lukas Engelberger, die Situation positiv:

„Ich gehe davon aus, dass in sämtlichen Kantonen eine weitere Aufbauplanung vorgesehen ist. Man kann die Kapazitäten überall ausbauen. Noch nicht überall sind die Arztpraxen und Apotheken Teil des Dispositivs. Das gibt beachtliche Zusatzvolumina.“

Hält die Schweiz ihr Impfziel ein?

Durch den Lieferengpass mussten die Kantone in der vergangenen Woche ihre Impfaktion deutlich zurückfahren. Insgesamt hat die Schweiz ungefähr 610.000 Dosen verimpft. Dies entspreche über fünf Prozent der Gesamtbevölkerung. Dennoch müsse die Schweiz mindestens sechs Millionen Menschen impfen, um eine Herdenimmunität von 70 Prozent zu erreichen. Das Bundesamt für Gesundheit und Gesundheitsminister Berset halten jedoch am Ziel fest, bis Mitte des Jahres alle Menschen geimpft zu haben, die es wollen.
Der oberste Kantonsarzt der Schweiz, Rudolf Hauri, schätzt die Situation so ein: Das Durchimpfen aller 75-Jährigen werde länger dauern als, wie vorgesehen, bis Ende März. „Da die Liefermengen bis Ende April nicht wesentlich größer in Aussicht gestellt wurden, erscheint das Ziel, bis Mitte des Jahres alle zu impfen, heute eher wenig realistisch“, sagt Hauri zur Schweizer Zeitung „20 Minuten“.
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