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Deutschland will Verständigung mit USA über Nord Stream 2

© SNA / Dmitrij LeitschukBau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 nahe Wismar
Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 nahe Wismar - SNA, 1920, 26.02.2021
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Die Bundesregierung sucht nach einer Verständigung mit der neuen US-Regierung über das Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag unter Berufung auf das Auswärtige Amt.
Wie eine Regierungssprecherin Reuters sagte, laufen die Gespräche zwischen den USA und Deutschland zu diesem Thema schon. Auch Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, teilte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre grundsätzliche Haltung gegenüber dem Projekt trotz der Situation mit dem kremlkritischen Blogger Alexej Nawalny nicht geändert habe.
„Wir haben die Forderung des Europäischen Parlaments bezüglich dieses Themas zur Kenntnis genommen“, sagte Seibert und betonte, dass kein direkter Zusammenhang zwischen dem Fall Nawalny und dem Projekt Nord Stream 2 bestehe.
Laut Reuters ist momentan nicht klar, ob Finanzminister Olaf Scholz sein Angebot von August 2020 einer verstärkten Investition in die deutsche Flüssiggas-Infrastruktur auch gegenüber der neuen US-Regierung wiederholt hat. Die Pressestelle des Ministeriums verweigerte einen Kommentar diesbezüglich. Scholz hatte sein Angebot im August 2020 in einem Brief unterbreitet, falls die USA auf Sanktionen gegen Firmen verzichten würden, die an der Fertigstellung und am Betrieb der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligt sind.
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Nord Stream 2

Das Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr, die russisches Erdgas durch die Ostsee direkt nach Deutschland pumpen werden. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro.
Die Bauarbeiten an der 1200 Kilometer langen Pipeline durch die Ostsee waren im Dezember in deutschen Gewässern wieder aufgenommen worden, nachdem sie wegen US-Sanktionen fast ein Jahr lang unterbrochen waren. Die Pipeline ist zu 94 Prozent fertiggebaut.
Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf. Washington hatte im Dezember 2019 Sanktionen gegen das Nord-Stream-2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte daraufhin die Arbeit ein. Im Dezember 2020 hatte die Nord Stream 2 AG mit „Fortuna“ den Abschnitt in Deutschland fertiggestellt. Derzeit wird der Abschnitt in Dänemark mit demselben Schiff verlegt.
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