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Digitalisierung deutscher Gesellschaft schreitet weiter fort – digitale Spaltung bleibt

© CC0 / Thomas Ulrich / PixabayMessenger-Apps (Symbolbild)
Messenger-Apps (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.02.2021
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Immer mehr Menschen gehen ins Netz. Insgesamt 88 Prozent der Deutschen waren im Jahr 2020 online, wie aus dem Digital-Index 2020/2021 der Initiative D21 hervorgeht. Demnach ist der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte vor allem auf die steigende Verbreitung mobiler Zugänge zurückzuführen.
Wie die vom Forschungsunternehmen Kantar durchgeführte Studie ergab, haben vor allem ältere Menschen einen entscheidenden Anteil an der steigenden Online-Nutzung. Demnach waren im vergangenen Jahr 85 Prozent der 60- bis 69-Jährigen online – vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Doch nicht alle profitieren gleichermaßen von der Digitalisierung. Nur knapp die Hälfte der Altersgruppe glaubt, Vorteile der Digitalisierung zu genießen. Anders sieht es in der Generation der 20- bis 29-Jährigen aus – hier sehen sich 79 Prozent als Gewinner der Digitalisierung.
Die Studie offenbart auch: Neben dem Alter bestimmt auch die jeweilige Bildung beziehungsweise das Einkommen den Digitalisierungsgrad eines Menschen. „Je höher die formale Bildung/das Einkommen, desto höher der Digitalisierungsgrad“, heißt es in der Studie.
„Dieser digitalen Spaltung müssen wir entgegenwirken“, sagte Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative. Einen digitalen Schub gab es im Corona-Jahr vor allem in der Arbeitswelt. Hier zeigen sich deutliche Sprünge in der Nutzung von Homeoffice und mobilem Arbeiten (+17 Prozentpunkte auf 32 Prozent aller Berufstätigen). Besonders die Ausstattung mit Videokonferenz-Diensten nahm deutlich zu.
Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt eine Pressekonferenz nach dem G7-Gipfel, 19. Februar 2021 - SNA, 1920, 20.02.2021
Merkel: Corona-Krise als Schub für Digitalisierung sehen
Wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, tragen digitale Lösungen dazu bei, einige Folgen der Krise abzumildern. „Das müssen wir als wichtige Lehre aus der Krise mitnehmen und Digitalisierung entschieden vorantreiben.“ Investitionen in die Digitalisierung und der Erwerb digitaler Kompetenzen müssten dabei Hand in Hand gehen – etwa mit Blick auf Schulen.
Aber vor allem im Bildungssystem werden Schwachstellen deutlich. Etwa zwei Drittel der befragten Lehrkräfte, Schüler und Eltern berichten von Hürden. Am häufigsten nannten sie uneinheitliches Vorgehen bei der Bereitstellung von Unterrichtsmaterial als Problem. Aber auch mangelnde Hardware oder Internetausstattung bereiteten Schwierigkeiten.
Der D21-Digital-Index zeigt jährlich, wie stark die deutsche Gesellschaft den digitalen Wandel adaptiert. Dazu werden Fragen zu vier Bereichen gestellt: Zugang zur Digitalisierung, Offenheit gegenüber Digitalthemen, Nutzungsverhalten und digitale Kompetenz.
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