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Feuer, Dürre, Käferbefall: Deutsche Wälder in Not – Studie

© PixabayEin Baum (Symbolbild)
Ein Baum (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.02.2021
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Der Zustand der deutschen Wälder hat sich aufgrund von Feuer, Dürre und Borkenkäferbefall in dem vergangenen Jahr auf Rekordniveau verschlechtert, berichtet Reuters unter Berufung auf die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.
So sollen 2020 mehr Bäume als jemals zuvor gestorben sein. Nur 21 Prozent der beobachteten Bäume hatten eine intakte Baumkrone, ein Hinweis darauf, wie gesund ein Baum ist. Dies sei der niedrigste Wert seit Beginn der Auswertung im Jahr 1984. Aus diesem Grund fordert Klöckner Umweltverbände zu einer umweltfreundlicheren Politik auf.
„Wir brauchen unsere Bäume und Wälder in Deutschland: als Klimaschutz, Lebensräume für vielfältige Fauna und Flora, Luft- und Wasserreiniger, Kohlendioxidreservoirs, Arbeitgeber oder als Erholungsraum für den Menschen“, erklärte die Ministerin.
Der Kronenzustand habe darauf hingedeutet, wie schlecht es den Bäumen gehe. „Der Zustand der Krone ist wie bei einem medizinischen Thermometer. Er zeigt, wie es den Bäumen geht. Die Analyse zeigt: Unsere Wälder sind krank“, fügte sie hinzu.
Die Regierung hat bereits rund 1,5 Milliarden Euro für die Finanzierung kommunaler und privater Waldbesitzer zugesagt, aber grüne Gruppen fordern mehr Maßnahmen.
„Die Situation ist ernst. Die Bundesregierung muss endlich wirksame Klimaschutzmaßnahmen ergreifen und gleichzeitig die Schadstoffemissionen aus Verkehr, Industrie und Landwirtschaft massiv reduzieren“, sagte die Naturgruppe BUND.
Wälder in Deutschland bedecken 11,4 Millionen Hektar, ein Drittel der Fläche des Landes.
CO2-Emissionen (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.01.2021
Mehrheit der Deutschen stuft Klimawandel als „Notfall“ ein – UN-Meinungsumfrage

Waldzustandserhebung 2020

Diese Studie untersucht den Zustand von 10.000 Bäumen pro Jahr. So ergab die letzte Analyse, dass zwischen 2019 und 2020 1,7 Prozent der beobachteten Bäume starb, fast das Zehnfache des Durchschnitts. Das sei ein Negativrekord.
Besonders stark betroffen waren Fichten, von denen etwa 4,3 Prozent starben. In der Studie wurde als Hauptursache ein Befall mit Borkenkäfern genannt. Dies wurde durch einen trockenen Sommer verschlimmert, der es den Käfern ermöglichte, tief in die Rinde einzudringen. Auch Stürme, Dürre und Waldbrände sollen in den letzten drei Jahren die deutschen Wälder massiv geschädigt haben.
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