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UN-Chef verurteilt Militärregime in Myanmar

© AP PhotoProteste in Mandalay
Proteste in Mandalay - SNA, 1920, 23.02.2021
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UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat den Militärputsch in Myanmar erneut scharf verurteilt und die Junta aufgefordert, das harte Durchgreifen gegen Demonstranten zu beenden, berichtet dpa.
„Lassen Sie die Gefangenen frei. Beenden Sie die Gewalt. Respektieren Sie die Menschenrechte und den Willen des Volkes, den dieses in der jüngsten Parlamentswahl ausgedrückt hat“, twitterte der Portugiese am Dienstag. „Putsche haben in unserer modernen Welt keinen Platz.“
In Myanmar werden derweil Rufe nach konkreter Hilfe der internationalen Gemeinschaft und der UNO immer lauter. In sozialen Netzwerken wird zunehmend um den Einsatz von UN-Friedenstruppen gebeten.
„Sir, erst gestern hat das Militär mehr als 100 friedliche Demonstranten in Naypyidaw festgenommen“, twitterte eine Frau an die Adresse von Guterres. „Ihre Warnungen werden von diesen Mördern offenkundig vernachlässigt und verspottet.“ Es sei Zeit, Blauhelmsoldaten zu entsenden, um den Frieden wiederherzustellen. „Bitte retten Sie uns“, schrieb die Frau.
Eine Ärztin schrieb auf Twitter: „Soweit ich weiß, dienen UN-Friedenstruppen in der ganzen Welt dazu, die Verbreitung von Gewalt und Konflikten zu unterbinden.“ Es sei Zeit für einen solchen Einsatz in Myanmar.
Das Militär ist zuletzt mit zunehmender Härte gegen die Widerstandsbewegung vorgegangen. Dabei wurde auch mit scharfer Munition geschossen; bislang sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.
Rettungskräfte transportieren einen Verletzten in Mandalay, Myanmar  - SNA, 1920, 20.02.2021
Polizei eröffnet Feuer: Mindestens zwei Tote bei Protesten in Myanmar
In vielen Landesteilen wurde am Dienstag erneut gegen die Generäle demonstriert. Am Montag hatten sich Hunderttausende an einem Generalstreik beteiligt. Die Kundgebungen auf den Straßen etwa in der früheren Hauptstadt Rangun und in der Großstadt Mandalay gehörten zu den größten seit dem Umsturz Anfang Februar.
Die Protestierenden fordern die Freilassung der festgesetzten Regierungschefin Aung San Suu Kyi und die Wiedereinsetzung ihrer zivilen Regierung. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November mit deutlichem Vorsprung gewonnen.
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