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Nachtnews: Mehr als eine halbe Million Corona-Tote in den USA, Kanzleramtschef gegen Öffnungen

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 23.02.2021
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Mehr als eine halbe Million Corona-Tote in den USA; Kanzleramtschef gegen Öffnungen; 35er-Inzidenz vorerst unrealistisch, sagt Forscher; Tausende Opfer in Afghanistan trotz Friedensgesprächen; EU-Kommission fordert Erklärung zu deutschen Einreiseregeln; Mehr als 20 Grindwale nach erneuter Strandung vor Neuseeland befreit
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

Mehr als eine halbe Million Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 500.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Damit sind wegen dieser Pandemie in einem einzigen Jahr mehr Amerikaner gestorben als im Ersten Weltkrieg, dem Zweiten Weltkrieg und dem Vietnamkrieg zusammen, erklärte US-Präsident Joe Biden. Aus diesem traurigen Anlass sei es Zeit, der Toten zu gedenken und an deren Angehörige und Freunde zu denken. Biden ordnete an, die Flaggen an öffentlichen Gebäuden, Militärstützpunkten und allen diplomatischen Vertretungen der US-Regierung im Ausland auf halbmast zu setzen.

Kanzleramtschef gegen Öffnungen

Nachdem Angela Merkel von möglichen Lockerungen in einem 4-Stufen-Modell gesprochen hatte, hält Kanzleramtschef Helge Braun nun dagegen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf eine Schaltkonferenz zwischen der Bundesregierung und den Staatskanzleien der Bundesländer. Wegen der steigenden Infektionszahlen sind laut Braun derzeit eigentlich „keinerlei Öffnungen“ möglich. Er sieht Lockerungen nur in Verbindung mit einer Teststrategie. Diese sollten aber von der Bundeskanzlerin, von Braun und Vize-Kanzler Olaf Scholz bis zum 1. März vorerst gestoppt werden, da noch zu viele Fragen offen waren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will einen weiteren Plan für den 8. März vorzulegen. Ab heute soll sich eine Arbeitsgruppe mit Lockerungen beschäftigen. Der nächste Corona Gipfel ist am 3. März.
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35er-Inzidenz vorerst unrealistisch, sagt Forscher

Mit der offenbar schnellen Ausbreitung einer ansteckenderen Corona-Mutante in Deutschland rückt die Zielmarke von 35 bei der Sieben Tage-Inzidenz aus Expertensicht in die Ferne. Ohne zusätzliche Maßnahmen erscheine das Erreichen dieses Werts „bis auf Weiteres unrealistisch“, erklärte der Leiter des Fachgebiets Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik an der TU Berlin, Kai Nagel, der Deutschen Presse-Agentur. Seine Gruppe modelliert das Infektionsgeschehen in Berlin unter anderem mit anonymisierten Mobilfunkdaten. Nagel zufolge sind die Ergebnisse übertragbar auf die Lage bundesweit.

Tausende Opfer in Afghanistan trotz Friedensgesprächen

Die UN-Mission in Afghanistan (Unama) hat nach Beginn der Friedensgespräche im vergangenen Jahr den blutigsten November seit Beginn ihrer Aufzeichnungen dokumentiert. Im gesamten Jahr 2020 sei die Zahl ziviler Opfer im Vergleich zum Vorjahr aber zurückgegangen, hieß es in dem heute veröffentlichten Jahresbericht. 2020 hätte das Jahr des Friedens in Afghanistan werden können. Stattdessen starben Tausende afghanische Zivilisten durch den Konflikt, sagte Deborah Lyons, Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Afghanistan.
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EU-Kommission fordert Erklärung zu deutschen Einreiseregeln

Deutschland gerät wegen der verschärften Einreiseregeln für Tschechien, die Slowakei und Tirol immer stärker unter Druck. Mehrere Vorgaben seien unverhältnismäßig oder unbegründet, heißt es in einem Beschwerdebrief der EU-Kommission an den deutschen EU-Botschafter Michael Clauß in Brüssel. „Wir glauben, dass das nachvollziehbare Ziel Deutschlands – der Schutz der öffentlichen Gesundheit in einer Pandemie – durch weniger restriktive Maßnahmen erreicht werden könnte.“ Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Die EU-Kommission erwartet nun innerhalb von zehn Werktagen eine Antwort. Theoretisch könnte sie ein rechtliches Verfahren gegen Deutschland einleiten, dies gilt wegen der andauernden Pandemie aber als unwahrscheinlich. Ähnliche Briefe gingen an Belgien, Ungarn, Dänemark, Schweden und Finnland.

Mehr als 20 Grindwale nach erneuter Strandung vor Neuseeland befreit

Mehr als 20 Grindwale sind nach einer zweiten Strandung vor Neuseeland wieder in tiefere Gewässer gebracht worden. Die Wale schwimmen derzeit frei vor der Küste und werden von einem Boot der Naturschutzbehörde überwacht, teilte die Organisation Project Jonah heute mit. Am Montag waren rund 50 Tiere an der Landzunge Farewell Spit gestrandet. Viele von ihnen verendeten, etwa 28 überlebten aber die Nacht. Helfer fanden diese Gruppe jedoch heute in der gleichen Gegend vor der Südinsel des Pazifikstaats wieder. Freiwillige bildeten eine Menschenkette, um die Wale in tieferes Wasser zu treiben. Es gebe eine kleine Gruppe, die sich von der Hauptgruppe entfernt habe, aber diese könne noch frei schwimmen, hieß es in einem Facebook-Beitrag vom Nachmittag.
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