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Mikrokiesel in der Milchstraße: Gibt es weitere erdähnliche Planeten? - Studie

Milchstraße - SNA, 1920, 23.02.2021
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Bislang ist man davon ausgegangen, dass Wasser über Asteroideneinschläge auf Planeten wie die Erde gekommen sein muss. Damit wären blaue Planeten etwas Seltenes. Dänische Forscher sehen das anders: Nach ihrer Theorie könnte die Milchstraße über Unmengen von Wasserplaneten verfügen.
Gibt es außerirdisches Leben im Weltall? Astronomen suchen immer wieder den Kosmos mit dieser Fragestellung ab. Die Wahrscheinlichkeit auf Leben, wie wir es kennen, erhöht sich dabei durch Wasservorkommen auf Planeten. Allerdings ging man bislang davon aus, dass solche wie die Erde ihr Wasser rein zufällig durch eistragende Asteroiden sammelten, die auf ihrer Oberfläche einschlugen.
Das muss aber laut einer neuen Studie der Universität Kopenhagen nicht das einzige Szenario sein. Denn Wasser könnte auf Planeten bereits während ihrer Bildung vorhanden sein. Den Berechnungen der Forscher zufolge, soll das auf die Erde, die Venus und den Mars zutreffen. Professor Anders, Leitautor der Studie, sagt dazu:

„Alle unserer Daten weisen darauf hin, dass Wasser von Anfang an Teil der Grundbausteine der Erde war. Und weil das Wassermolekül so oft im Weltall vorkommt, gibt es eine vernünftige Wahrscheinlichkeit, dass dies für alle Planeten in der Milchstraße gilt. Entscheidend dafür, ob flüssiges Wasser vorliegt, ist der Abstand des Planeten zu seinem Stern.“

Anders Johansen
Leitautor der Studie
Mit einem Computermodell haben die Forscher die Geschwindigkeit der Planetenbildung und deren Bausteine untersucht. Nach der Studie waren millimeterkleine Kiesel für die Akkretion (Anziehen von Materie wie bspw. Eis und Kohlenstoff mittels Gravitation) der Erde vor 4,5 Milliarden Jahren verantwortlich, indem sie um junge Sterne in der Milchstraße schwirren.
Objekt „2020 SO“ - SNA, 1920, 02.02.2021
Erde verliert „zweiten Mond“ an das Weltall
Bis die Erde ein Prozent ihrer Masse erreichte, zog sie solche Teilchen an. Die Erde wuchs weiter, bis sie nach fünf Millionen Jahre ihre jetzige Größe erreichte. Die Oberflächentemperatur stieg stark an, sodass das Eis verdampfte und den Weg auf die Oberfläche fand und der überwiegend wasserbedeckte blaue Planet entstand. Diese Theorie bezeichnen die Forscher als „Kiesel-Akkretion“ (Englisch: „pebble accretion“).
Da Wasser überall in unserer Galaxis vorkommt, vermuten die Forscher, dass die Planetenbildung des Mars und der Venus auch auf diese Weise erfolgt ist. Beim richtigen Abstand zum Mutterstern und den richtigen Temperaturverhältnissen dürften sich nach dieser Theorie in der Milchstraße sehr viele erdähnliche Planeten gebildet haben. Durch eine ähnliche Verteilung von Wasser und Langmassen würden sich demnach auch sehr viele Gelegenheiten für die Entstehung von Leben bieten.
Mit der nächsten Generation von Weltraumteleskopen erhoffen sich die dänischen Forscher bessere Einblicke in Planeten, die um ferne Sonnen kreisen. Mit der neuen Technik lässt sich unter anderem beobachten, wie viel Wasserdampf in der Atmosphäre der Planeten schwebt – und damit genau solche Kandidaten ausmachen.
Die Kopenhagender Studie ist in der Fachzeitschrift „Science Advances“ erschienen.
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