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Schulen und Kitas vielerorts wieder geöffnet – doch um welchen Preis?

© REUTERS / ANNEGRET HILSEKinder vor einer Berliner Grundschule, 22. Februar 2021
Kinder vor einer Berliner Grundschule, 22. Februar 2021 - SNA, 1920, 22.02.2021
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Nach Niedersachsen und Sachsen haben an diesem Montag zehn weitere Bundesländer den Schul- und Kitabetrieb wiederaufgenommen, entweder im Wechselmodell oder in Vollbetrieb. Doch wie steht es um den Infektionsschutz? Von verschiedenen Stellen hagelt es Kritik.
Mit Beginn dieser Woche kehren vielerorts Kinder und Jugendliche in Kindergärten und Schulen zurück. An den Schulen sind es vor allem die Grundschüler und die Abschlussjahrgänge, die den Lernalltag wiederaufnehmen – entweder im Wechselmodell oder im Vollbetrieb in festen Gruppen. Und das, obwohl sich in puncto Infektionsschutz nicht viel verändert hat, so die Kritik.
Lehrkräfte seien nach wie vor großen Risiken ausgesetzt, betonte Udo Beckmann, Chef des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Lehrkräfte müssen sich bei der von Montag an breitflächigen Öffnung der Schulen zum Teil ungeschützt ausgeliefert in Situationen begeben, denen sich kaum jemand anders stellen muss: Nämlich dass viele Haushalte über mehrere Stunden zusammen in einem Raum sind – im Klassenraum.“

Udo Beckmann
Chef des Verbands Bildung und Erziehung
Eine Maßnahme könne die Impfpriorisierung von Lehrkräften sein, denn derzeit gebe es weder ausreichend Masken noch Informationen darüber, wer sich wo testen lassen könne, so der VBE-Chef. Die Bevorzugung von Lehrpersonal und Kita-Mitarbeitern bei der Impfung findet auch die Zustimmung von Bildungsministerin Anja Karliczek. „Beide Berufsgruppen nehmen Aufgaben wahr, die für unsere ganze Gesellschaft von großer Bedeutung sind, was sich auch in der Impfpriorisierung zeigen sollte“, so die CDU-Politikerin.
Bisher befinden sich Erzieher und Grundschullehrer in Priorisierungsgruppe drei, doch das Gesundheitsministerium versprach, den Sachverhalt zu prüfen und gegebenenfalls die Verordnung so anzupassen, dass diese in Gruppe zwei aufrücken können.
Ein leerer Klassenraum der Realschule Oberaden in Bergkamen, Nordrhein-Westfalen (Archiv)  - SNA, 1920, 04.02.2021
Münchner Studie: Kaum Corona-Neuinfektionen an Grundschulen und Kitas nach Wiederöffnungen

Masken und täglich zertifizierte Selbsttests

Die Bundesschülerkonferenz hat sich derweil für Maskenpflicht im Unterricht ausgesprochen sowie eine funktionierende Teststruktur gefordert. „Wir brauchen an den Schulen täglich zertifizierte Selbsttests und Schnelltests für alle, die ein Schulgebäude betreten“, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Der Schulbeginn hat auch bei Twitter für Diskussionsstoff gesorgt. Angesichts der zuletzt wieder gestiegenen Infektionszahlen können viele User nicht verstehen, warum Schulen und Kitas wieder aufgemacht werden.
Manche befürchten eine erhebliche Verlängerung der Corona-Maßnahmen:
In Nürnberg war es mit dem Präsenzunterricht nach nur einem Tag vorbei. Wegen einer Inzidenz über 100 kehren Kinder und Jugendliche ab Montag wieder in das Homeschooling zurück:
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