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„Wahlkampfhilfe für die Grünen“: Lambsdorffs und Hahns Tweets lösen große Resonanz aus

© SNA / Natalja SeliwerstowaTwitter (Symbolbild)
Twitter (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.02.2021
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Die Äußerungen des FDP-Außenpolitikers Alexander Graf Lambsdorff und des Vize-Generalsekretärs der CSU, Florian Hahn, über den neuen Instagram-Kanal des Westdeutschen Rundfunks Köln zur Klimakrise haben unter den Benutzern sozialer Netzwerke für Kritik und Spott gesorgt.
Die ARD-Pressestelle bewarb am Samstag auf Twitter das neue WDR-Angebot, das den Titel „klima.neutral“ trägt und der Klimakrise gewidmet ist. Auf diesen Eintrag beriefen sich am Sonntag die beiden Politiker.
„Sieben Monate vor der Bundestagswahl macht der WDR einen Kanal als Wahlkampfhilfe für Die Grünen auf. Wo sind Kanäle zur Wirtschaftskrise, zur Bildungskrise, zur Digitalisierungskrise usw.?“ fragte Lambsdorff.
Aus seiner Sicht soll es sich bei dem WDR-Projekt um „Aktivismus“ und nicht um Journalismus handeln, „der sich in gebotener Distanz zu seinem Gegenstand kritisch mit diesem“ auseinandersetze.
Hahn reagierte auf die ARD-Mitteilung sarkastisch. Es sei „toll“, dass die ARD „offensichtlich doch noch genug Geld zur Verfügung“ habe, um „Wahlkampfunterstützung für Die Grünen zu finanzieren“.
Die Aussagen lösten eine Reihe spöttischer Kommentare aus, deren Autoren eigene Handlungen und unterschiedliche Geschehnisse, wie etwa die Rückkehr der USA zum Pariser Klimaabkommen, als „Wahlkampfhilfe für die Grünen“ darstellten.

„Hab gestern öffentlich Müll in einen Abfalleimer geworfen statt auf den Boden. Möchte mich hiermit offiziell bei FDP, AfD, CDU und CSU entschuldigen, weil ich so aggressiv Wahlkampfhilfe für die Grünen leiste“, schrieb der Twitterer unter dem Namen Dennis Müller am Montag.

Einige User fanden, dass hinter den Reaktionen von Lambsdorff und Hahn auf Berichterstattung über die Klimakrise ideologische Mängel der FDP und der CSU stehen könnten. Klimaschutz sei „kein grünes Hobby“ und sollte ein wichtiges Thema für alle Parteien sein, schrieben die Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner von den Grünen und Konstantin Feist von der Partei Volt.
„Warum ist ein Infokanal zur Klimakrise Wahlkampf für die Grünen? Vielleicht sollte die FDP dieses Jahrhundertthema auch endlich ernst nehmen“, forderte am Sonntag der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Sascha Müller-Kraenner.
Laut der Umweltaktivistin Luisa Neubauer von der Bewegung „Fridays for Future“ ist die Auffassung, dass „Aufklärung und Berichterstattung über die größte Krise der Menschheit inhärent ‚Wahlkampf‘ sei“, so ein „großer Teil des Problems“.
Einige Kritiker bezeichneten Lambsdorffs und Hahns Twitter-Einträge als „populistisch“, „Schuss in beide Knie“ sowie Beweis dafür, dass die „Klimakrise von zu vielen Politiker:innen noch immer nicht im Ansatz verstanden“ werde.
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