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Medien: Israel bezahlt „Sputnik-V“-Lieferung nach Syrien

© SNA / Magda GibelliContainer mit dem russischen Corona-Impfstoff Suptnik V
Container mit dem russischen Corona-Impfstoff Suptnik V - SNA, 1920, 22.02.2021
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Wie Medien berichten, hat Israel wohl im Austausch für eine Gefangene eine Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ an Syrien bezahlt.
Die israelische Regierung hat die Freilassung einer jungen Israelin durch Syrien wohl indirekt mit einer Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ an Damaskus bezahlt, berichtet die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ).

Zuerst war nur von einem klassischen Gefangenenaustausch einer israelischen Staatsbürgerin, die über Moskau nach Tel Aviv zurückkehrte, die Rede, die gegen zwei festgenommene syrische Schäfer auf israelischer Seite ausgetauscht wurde. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte dies als eine „Geste des guten Willens“ und dankte in diesem Zusammenhang dem russischen Präsidenten Wladimir Putin persönlich für seine Vermittlung.
„Sputnik V“ in Palästina: Die ersten Dosen werden verimpft - SNA, 1920, 10.02.2021
„Sputnik V“ in Palästina: Die ersten Dosen werden verimpft – Video
Doch offenbar steckte noch ein anderer Deal dahinter, wie Medien berichten. So soll Israel eingewilligt haben, Russland auch die Rechnung für eine Lieferung des Covid-19-Impfstoffs „Sputnik V“ nach Damaskus zu bezahlen.

1,2 Millionen Dollar Lösegeld in Form von Impfdosen

Offiziell befinden sich die beiden Länder im Kriegszustand. Israel hält seit über fünfzig Jahren einen Teil der Golanhöhen besetzt. Entsprechend dementierten Damaskus und Tel Aviv die Meldungen zuerst. Am Samstag sickerte jedoch durch, dass Israel Russland wohl 1,2 Millionen Dollar für die Vakzine bezahlt hat, wie der bekannte israelische Journalist Barak Ravid unter Berufung auf ausländische Quellen twitterte:
Da „Sputnik V“ in zwei Dosen verabreicht wird, würde der Impfstoff bei einem Preis von zehn Dollar pro Dosis für 50.000 bis 60.000 Syrer reichen.
Auf einer Pressekonferenz am Samstag wich Netanyahu Nachfragen aus.

„Keine einzige israelische Covid-19-Vakzine. Wir haben die junge Frau zurückgebracht, darüber bin ich froh.“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, 6. Januar, 2021. - SNA
Benjamin Netanjahu
Israels Regierungschef
Laut Netanyahu verlangte Moskau die Geheimhaltung der Impfstoffklausel. Mehr habe er dazu nicht zu sagen.
Bei der Frau soll es sich um eine gut zwanzigjährige Israelin aus einer Siedlung von Ultraorthodoxen im besetzten Westjordanland handeln. Sie war Anfang Februar über eine Lücke im Grenzzaun auf den Golanhöhen nach Syrien gelangt, wo sie kurz darauf in einem Dorf festgenommen wurde. Israel bat daraufhin Russland um Vermittlung, um eine schnelle Lösung zu finden. Daraufhin scheint Moskau den Vorschlag mit den Vakzinen gemacht zu haben, schreibt die NZZ.
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