Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Proteste gegen Putsch in Myanmar: Erneut Tausende auf den Straßen

© AP PhotoProteste in Mandalay
Proteste in Mandalay - SNA, 1920, 21.02.2021
Abonnieren
Nach dem Tod mehrerer Demonstranten dauern die Proteste gegen den Militärputsch in Myanmar an. Am Sonntag gab es in den beiden größten Städten des südostasiatischen Landes, Rangun und Mandalay, Kundgebungen mit Tauenden Teilnehmern, wie dpa meldet. Am Montag soll es weitere Aktionen geben.
Die Demonstranten fordern die Freilassung der Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Die Friedensnobelpreisträgerin war Anfang Februar vom Militär gestürzt und festgenommen worden. Die Proteste richten sich auch gegen die Verfassung von 2008, in der dem Militär eine prägende Rolle in der Politik zugebilligt wird.
Am Samstag war es bei Protesten zu Zusammenstößen gekommen. In der zweitgrößten Stadt Mandalay eröffnete die Polizei Berichten zufolge das Feuer auf streikende Werftarbeiter und weitere Demonstranten, nachdem einige mit Schleudern auf die Einsatzkräfte geschossen hatten. Dabei soll es mindestens zwei Tote und 20 Verletzte gegeben haben.
Rettungskräfte transportieren einen Verletzten in Mandalay, Myanmar  - SNA, 1920, 20.02.2021
Polizei eröffnet Feuer: Mindestens zwei Tote bei Protesten in Myanmar
Am Freitag war Berichten zufolge eine junge Frau gestorben, die bei einer Kundgebung vor einer Woche durch einen Kopfschuss verletzt worden war. Außerdem wurde nach Angaben der Armee ein Polizist während einer Kundgebung tödlich verletzt.
Die deutsche Bundesregierung verurteilte laut dpa das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte. Das Auswärtige Amt bekräftigte am Sonntag die Forderung, „die Gewalt gegen Demonstranten zu beenden und sich stattdessen für einen Dialog zu öffnen“. Alle Verhafteten seien unverzüglich freizulassen, insbesondere Suu Kyi und Präsident Win Myint.
Auch international gab es heftige Kritik. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell kündigte an, die Außenminister der Europäischen Union würden die jüngsten Entwicklungen am Montag diskutieren, um dann „angemessene Entscheidungen“ treffen zu können. Sie könnten nach Angaben von Diplomaten zum Beispiel neue EU-Sanktionen gegen die Militärs umfassen. Zuvor bereits hatte der UN-Menschenrechtsrat die sofortige Freilassung von Suu Kyi und aller „willkürlich Inhaftierten“ in Myanmar gefordert.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала