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Wintersturm in Texas: Knapp 15 Millionen Menschen ohne Wasser

© REUTERS / CALLAGHAN O'HAREAusfälle bei Wasserversorgung: Mehrere Texaner haben kein fließendes Wassser
Ausfälle bei Wasserversorgung: Mehrere Texaner haben kein fließendes Wassser - SNA, 1920, 20.02.2021
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Fast 15 Millionen Einwohner des US-Bundesstaats Texas haben laut der Sprecherin der regionalen Umweltbehörde (Texas Commission on Environmental Quality, TCEQ) Tiffany Young mit Unterbrechungen des Wassersystems zu kämpfen, die durch den schweren Wintersturm in dieser Woche verursacht wurden.
„Zum Zeitpunkt von 16:00 Uhr (Ortszeit – Anm. d. Red.) meldeten mehr als 1300 öffentliche Wassersysteme wetterbedingte Unterbrechungen, von denen mehr als 14,9 Millionen Menschen betroffen sind, viele von ihnen zogen Anordnungen nach sich, Wasser abzukochen“, schilderte Young gegenüber SNA.
159 der insgesamt 254 texanischen Bezirke seien somit von Unterbrechungen der Wasserversorgung betroffen, was etwa die Hälfte der Bevölkerung von Texas sei.
Seit Freitagnachmittag sind mehr als 138.800 Haushalte in Texas aufgrund des schlechten Wetters ohne Strom.
Nach dem schweren Wintersturm waren Wasser- und Energieversorgung in weiten Teilen von Texas unterbrochen. Klirrende Kälte und Schnee haben Texas seit Sonntag lahmgelegt: Ein Großteil der Stromnetze des Bundesstaates wurden zum Erliegen gebracht, Rohre und Wasserwege froren ein, sodass Gemeinden im ganzen Staat entweder komplett ohne Wasser blieben oder gezwungen waren, es aus Sicherheitsgründen abzukochen.
Mann bricht Eis im eingefrorenen Springbrunnen in Richardson, Texas, der 16. Februar 2021 - SNA, 1920, 19.02.2021
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Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag berichtete, wurde die Stromversorgung im Bundesstaat nach fünf Tagen Stromausfall inzwischen wiederaufgenommen. Nach Angaben der regionalen Umweltbehörde TCEQ sind alle Kraftwerke des Bundesstaates wieder in Betrieb, auch wenn mehr als 195.000 Haushalte am Freitagmorgen (Ortszeit) keinen Strom hatten. Auch die Ausfälle bei der Wasserversorgung bleiben ein Problem. Kaputte Rohre und andere Schäden machten einige Häuser unbewohnbar.

Houston: Wasser in Flaschen verteilt

In Houston habe am Freitag im Delmar Stadium eine Massenverteilung von Wasser in Flaschen begonnen, wie das Büro für Notfallmanagement der Stadt mitteilte. Die Schlange der Autos, die darauf warteten, in das Stadion zu gelangen, habe sich nach Angaben der Polizei gegen Mittag über mindestens eine halbe Meile erstreckt.
Laut dem Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner, plante die Stadt am Freitag die Verteilung von mehr als einer Million Wasserflaschen an die Einwohner. Am Samstag sollte eine weitere Massenverteilung stattfinden. Die Anordnung, das Wasser abzukochen, könnte bereits am Montag aufgehoben werden, sagte er.
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US-Präsident Joe Biden sagte, er werde die Bundes-Nothilfe für Texas beschleunigen und habe seine Administration angewiesen, andere Ressourcen zu suchen, um dem betroffenen Bundesstaat zu helfen.

Kälte und Wassermangel überfordern Krankenhäuser mehr als Coronavirus

Ärzte in Austin, Houston sowie in der Umgebung von Dallas nannten den Wassermangel ihr größtes Problem. Dialysegeräte funktionierten ohne Wasser nicht, chirurgische Geräte könnten nicht gereinigt und die Hände nicht gewaschen werden.
„Wir sind überfordert, viel mehr als wir es mit Covid waren“, zitierte die Nachrichtenagentur die texanische Ärztin Natasha Kathuria, die in mehreren Notaufnahmen in Austin arbeitet und in elf Ländern als Medizinerin tätig war. „Dieser Systemausfall hat uns in unseren Notaufnahmen komplett erschüttert – und in unseren eigenen Häusern.“
Dr. Neil Gandhi, Arzt in der Notaufnahme und medizinischer Direktor der Notaufnahmen der sieben Krankenhäuser des medizinischen Zentrums „Houston Methodist“, erklärte, dass die Einrichtungen am Freitagnachmittag zu 90 Prozent ausgelastet gewesen seien. Zu Beginn dieser Woche hätten zwei von ihnen nur Notfallpatienten aufnehmen können, fügte er hinzu.
In Houston habe es in dieser Woche Zeiten gegeben, in denen ganze Stadtteile einfach keine medizinischen Notdienste bekommen hätten, sagte Gandhi.
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Nach Angaben von Reuters hatten Krankenhäuser in einigen stark betroffenen Gebieten kein Wasser mehr und verlegten Patienten in andere Einrichtungen.
Fast zwei Dutzend Menschen sollen Behörden zufolge durch den Kälteeinbruch ums Leben gekommen sein. Die Behörden vermuten, dass noch viele weitere Menschen gestorben sind, die Leichen aber noch nicht entdeckt wurden.
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