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Polizei eröffnet Feuer: Mindestens zwei Tote bei Protesten in Myanmar

© REUTERS / STRINGERRettungskräfte transportieren einen Verletzten in Mandalay, Myanmar
Rettungskräfte transportieren einen Verletzten in Mandalay, Myanmar  - SNA, 1920, 20.02.2021
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In Myanmar ist es am Samstag bei Protesten gegen den Militärputsch zu erneuten Zusammenstößen gekommen. In der zweitgrößten Stadt Mandalay eröffnete die Polizei nach Angaben der Agentur Reuters das Feuer auf Demonstranten, nachdem einige mit Schleudern auf die Einsatzkräfte geschossen hatten.
„Zwanzig Menschen sind verletzt und zwei tot“, zitiert die Agentur Ko Aung den Chef der freiwilligen Nothilfe Parahita Darhi. Ein Mann sei an einer Kopfverletzung gestorben, berichteten Medien und ein Arzt. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Fast drei Wochen nach dem Putsch dauern in mehreren Städten Myanmars (ehemals: Birma) heftige Proteste an. Mit Trauerzeremonien in Yangon und in Naypyitaw gedachten Jugendliche am Samstag Mya Thwate Thwate Khaing. Die junge Frau war vor einer Woche bei einer Kundgebung durch einen Kopfschuss verletzt worden und starb am Freitag an den Folgen. Außerdem wurde nach Angaben der Armee ein Polizist während einer Kundgebung tödlich verletzt.
Proteste gegen die Militärdiktatur in Myanmar  - SNA, 1920, 20.02.2021
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Das Militär des südostasiatischen Staates hatte Anfang Februar die Regierungschefin Aung San Suu Kyi gestürzt und festgenommen. An dem Tag hätte das im November neu gewählte Parlament zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen sollen. Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NDL) hatte die Wahl mit großem Vorsprung gewonnen, das Militär spricht aber von Betrug.
Die Protestierenden fordern die Wiedereinsetzung von Suu Kyi und wollen auch die Verfassung von 2008 kippen, in der dem Militär eine prägende Rolle in der Politik zugebilligt wird. Die Armee hatte bis 2011 ununterbrochen in Myanmar geherrscht.
In der vergangenen Woche forderte der UN-Menschenrechtsrat in einer Resolution die sofortige Freilassung von Suu Kyi und aller „willkürlich Inhaftierten“ in Myanmar. Nach Informationen der stellvertretenden UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Nada al-Nashif, wurden in dem Land mehr als 350 Menschen festgenommen, darunter Politiker, Aktivisten, Journalisten und Studenten.
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