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USA setzen deutsche Unternehmen vorerst nicht auf Sanktionsliste gegen Nord Stream 2 – Bloomberg

© SNA / Sergey GuneevNord Stream 2 (Archivbild)
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 19.02.2021
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Die Vereinigten Staaten setzen deutsche Unternehmen vorerst nicht auf die Sanktionsliste, die mit dem Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zusammenhängt. Das berichtete die Agentur Bloomberg am Freitag unter Verweis auf gut unterrichtete Quellen.
Demnach soll ein Bericht in Bezug auf Nord Stream 2 bereits am Freitag dem Kongress vorgelegt werden. Auf der neuen Sanktionsliste stünden nur einige mit Russland verbundene Organisationen.
Zudem vertrat die Agentur die Auffassung, dass die Administration des US-Präsidenten Joe Biden einen Stopp der Umsetzung des Projektes anstrebe, ohne dabei einen engen europäischen Verbündeten zu verärgern.
Laut den Quellen bereitete sich die Regierung des früheren US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump darauf vor, Sanktionen gegen die deutschen Teilnehmer des Projekts zu verhängen. Sie habe dies nur aus Zeitmangel nicht getan. Unter den Kandidaten für die Sanktionsliste sei der Geschäftsführer der Nord Stream 2 AG, Matthias Warnig.

Nord Stream 2

Das Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland.
Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro.
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Gegen das Projekt machen die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, sowie die Ukraine und eine Reihe von europäischen Ländern Front. Im Dezember 2019 hatten die USA Sanktionen gegen die Partnerunternehmen des Projekts verhängt. Daraufhin stellten mehrere Firmen, darunter das schweizerische Unternehmen Allseas, die Arbeit ein.
Im Dezember 2020 hatte die Nord Stream 2 AG mit dem Rohrverlegungsschiff „Fortuna“ den Abschnitt in Deutschland fertiggestellt. Derzeit läuft die Verlegung in den Gewässern von Dänemark. Die Arbeiten sollen bis Ende April größtenteils abgeschlossen werden.
Russland hat wiederholt erklärt, dass dieses Projekt kommerziell und für Europa von Vorteil sei. Berlin befürwortet den Fertigbau der Pipeline und lehnt einseitige extraterritoriale Sanktionen der USA ab.
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