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Spanien: Festnahmen bei Ausschreitungen nach Verhaftung des monarchiekritischen Rappers - Videos

© SNA / Isabel Infantes / Zur BilddatenbankProteste in Spanien
Proteste in Spanien  - SNA, 1920, 19.02.2021
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Spanische Polizisten haben bei den heftigen Zusammenstößen nach der Verhaftung des Rappers Pablo Hasél nicht weniger als 14 Demonstranten festgenommen.
In mehreren Städten Spaniens gab es Demos zur Unterstützung des Rappers, der wegen Beleidigung der Monarchie zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden war. In der Hauptstadt Barcelona sowie in Gerona, Tarragona und Valencia kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Unterstützern des Künstlers. Allein in Barcelona wurden lokalen Medien zufolge sechs Menschen inhaftiert, in Valencia wurden acht Personen festgenommen.
Es gibt Verletzte. Der Zustand eines Demonstranten wird als mäßig eingestuft. Auch zwei katalanische Polizisten wurden verletzt. Einer von ihnen sei mit einem Stein am Kopf getroffen worden, wie der Rettungsdienst auf Twitter meldete.
Die radikal gestimmten Demonstranten bauten Barrikaden, zündeten sie an, schlugen Schaufenster ein, zogen Verkehrsschilder heraus und bewarfen Polizisten mit Steinen und Flaschen. In Barcelona warfen Demonstranten Steine auf geparkte Autos. Die Polizei antwortete mit Schlagstöcken und Gummigeschossen.
Der 32-jährige Hasél war 2015 zu zwei Jahren auf Bewährung für die Verherrlichung des radikalen linken Terrorismus verurteilt worden. 2018 wurde er erneut verurteilt. Das Gericht entschied, dass 64 seiner Beiträge auf Twitter und eine Komposition auf YouTube Aussagen beinhalten, die den Terrorismus verherrlichen, vor allem die linksradikale Organisation GRAPO, die von der EU und den USA als terroristisch anerkannt wurde. Außerdem soll er in seinen Beiträgen die spanische Königsfamilie und die staatlichen Institutionen diffamiert haben. Er hatte den früheren König Juan Carlos I. als „Mafiaboss“ bezeichnet und der Polizei die Folterung und Tötung von Demonstranten und Migranten vorgeworfen.
Hasél sollte am 12. Februar freiwillig im Gefängnis eintreffen, weigerte sich jedoch und verbarrikadierte sich am Montag zusammen mit fast 50 Anhängern an der Universität der Stadt Lleida. Schon am Dienstagmorgen wurde er festgenommen.
Am Donnerstag bestätigte ein Provinzgericht in Lleida Haséls Verurteilung in einem anderen Fall wegen Behinderung der Justiz und Drohungen – für zwei Jahre und sechs Monate muss er demnach ins Gefängnis. Er kann gegen diese Entscheidung beim Obersten Gerichtshof Berufung einlegen.
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