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Petition gestartet: Popsängerin Sia löst mit Film „Music“ Empörung aus

© AP Photo / Evan AgostiniSängerin Sia
Sängerin Sia - SNA, 1920, 19.02.2021
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Mit ihrem Regiedebüt „Music“ wollte die australische Sängerin und Songwriterin Sia nach eigener Aussage einen „Liebesbrief an die Autismus-Gemeinschaft“ schreiben. Statt Anerkennung ist sie jedoch mit einem heftigen „Shitstorm“ konfrontiert worden.
Sias Film „Music“ hat trotz Kritik zwei „Golden-Globe“-Nominierungen erhalten. Nun haben Nina Skov Jensen und Rosanna Katajia – die sich selbst als „autistisch“ und „Autismus-Verbündete“ bezeichnen – eine Petition im Internet initiiert, um dem Film die Nominierungen wieder zu entziehen.
Die Autorinnen der Petition werfen Sia eine respektlose und klischeehafte Darstellung von autistischen Menschen vor. Sie bezeichnen „Music“ als „schwer ableistisch“ und betonen, dass der Film „zu schädlichen Stereotypen über autistische Menschen“ beitrage. Der Begriff „Ableismus“ steht für ungerechtfertigte Diskriminierung wegen einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung.
„Obwohl Sia den Film 'für' autistische Menschen gemacht hat, hat sie ihn so gemacht, dass die Mehrheit von uns nicht in der Lage sein wird, ihn zu sehen“, heißt es in der Petition.
Der Film sei mit Stroboskoplicht, Farben, lauten Geräuschen und schnellen Kamerabewegungen gefüllt, die „überstimulierend“ seien und bei autistischen Menschen Anfälle auslösen könnten, betonen die Autorinnen der Petition.
„Ungefähr einer von vier Autisten hat Epilepsie, so dass der Film Anfälle auslösen kann“, heißt es.
Auch die Darstellung von Maddie Ziegler – die in „Music“ die Hauptrolle spielt – geriet in Kritik. Sie habe autistische Menschen auf die gleiche Weise nachgeahmt, wie sie ihr Leben lang „schikaniert und verspottet werden“.
„Es verstärkt auch die Idee, dass autistische Menschen nicht gut genug sind und dass ihr Autismus besser von jemandem dargestellt wird, der keine Vorstellung davon hat, was es heißt, autistisch zu sein“, schreiben Nina Skov Jensen und Rosanna Katajia.
Die Petition hat mittlerweile mehr als 85.000 Unterschriften bekommen.
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