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Gates fordert Investitionen: Nächste Pandemie abfedern

© REUTERS / Jason LeeMicrosoft-Mitgründer Bill Gates (Archiv)
Microsoft-Mitgründer Bill Gates (Archiv) - SNA, 1920, 19.02.2021
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Die Welt muss aus Sicht von Microsoft-Mitgründer Bill Gates schon bald Milliarden investieren, um auf eine nächste Pandemie gefasst zu sein. Es komme darauf an, eine erneute „Tragödie“ wie mit dem Coronavirus zu vermeiden, sagte Gates am Freitag in einer Videoschalte der Münchner Sicherheitskonferenz.
Es gehe darum sicherzustellen, „dass das nie wieder passiert“, sagte der Milliardär, der zugleich Co-Vorsitzender der Gates-Stiftung ist.
Es müssten sowohl Kapazitäten für die Produktion von Impfstoffen als auch ein permanentes Team von rund 3000 Experten und Forschern aufgebaut werden, die sofort zur Eindämmung der nächsten Pandemie eingesetzt werden könnten, fuhr Gates fort, der schon vor Jahren öffentlich vor einer großen Pandemie gewarnt hatte.

Versäumte vorbeugende Schritte

Es ist eine Tragödie, dass die begrenzten Schritte, die im Vorhinein nötig gewesen wären, um diese Epidemie einzudämmen, nicht unternommen wurden“, wurde Gates von der Deutschen Presse-Agentur zitiert.

Nun habe die Weltwirtschaft Billionen US-Dollar verloren, Regierungen müssten Rekordschulden aufnehmen. „Wir sollten die Investition tätigen, die geringe Milliardensumme, die wir brauchen werden, um uns zu versichern, dass das nie wieder passiert“, sagte Gates.
Microsoft-Gründer und Multimilliardär Bill Gates  - SNA, 1920, 18.02.2021
Bill Gates bringt dritte Impfung wegen neuer Corona-Mutanten ins Spiel
Er forderte zudem, schon jetzt Fabriken und Produktionskapazitäten aufzubauen, um in einem künftigen Bedarfsfall die Impfstoffproduktion viel schneller ankurbeln zu können.

Kapazitäten zur Produktion von Vakzinen parat halten

„Diese Investitionen werden sich fantastisch rentieren, selbst wenn es keine Pandemie gibt“, sagte er. Gates zeigte sich zuversichtlich, dass diese Vorbereitungen im Laufe der nächsten fünf Jahre getroffen würden.
Seit Beginn der Pandemie sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge bislang rund 110 Millionen bestätigte Corona-Infektionen gemeldet worden. Mehr als 2,4 Millionen Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Experten gehen in vielen Ländern bei Infektionen und Todesfällen von einer hohen Dunkelziffer aus.
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