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E-Autos während der Fahrt laden: Deutschland erprobt Induktionsstraße

© Foto : ElectreonKonzept einer Induktionsstraße von Electreon
Konzept einer Induktionsstraße von Electreon - SNA, 1920, 19.02.2021
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Das Ladenetz für E-Autos ist auch dann noch ein Problem, wenn es ausgebaut ist, nämlich auf Langstrecken. Mit elektrischen Straßen kann sich das ändern, dann lädt das Fahrzeug seine Batterie einfach während der Fahrt. Eine solche Technologie mit Aufladung durch Induktion wird nun in Deutschland erprobt.
Batteriebetriebene Fahrzeuge werden nicht nur wegen der immer noch unzureichenden Ladeinfrastruktur in Deutschland zögerlich angenommen. Selbst wenn eine ideale Infrastruktur mit Ladesäulen bestehen sollte, wollen viele Reisende auf Langstrecken nicht einsehen, alle paar Hundert Kilometer längere Rasten einlegen zu müssen, damit der Akku wieder gefüllt wird. Deshalb wird schon länger daran gearbeitet, den Ladevorgang direkt auf die Straße zu verlagern. Doch wie die elektrische Straße aussehen soll, darin ist man sich nicht einig.
Siemens etwa testet Oberleitungen, die aber ausschließlich für Lastkraftwagen, eventuell noch für Busse gedacht sind. In Schweden werden unter anderem in regelmäßigen Abständen Metallschienen in die Straße eingebaut, der Abnehmer ist entsprechend unten am Auto und soll die Energie dort abgreifen. Bei diesem Ansatz lautet die Kritik, dass solche Schienen Fahrten gefährlich machen könnten, vor allem für Motorräder, die darüber rasen.
Deshalb gibt es auch Entwicklungen, die auf solche Streifen verzichten und stattdessen Induktionsspulen unter dem Asphalt anbringen. Eine solche Straße hat das israelische Unternehmen Electreon konzipiert – und dessen Technologie kommt nun nach Deutschland zur Erprobung im Projekt „eCharge“.
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Zum Bau: „Bei Neubau oder Erneuerung einer Straße werden die Spulen, auch Coils genannt, in ca. zehn Zentimeter Tiefe eingebaut und mit einer Asphaltdeckschicht überdeckt, so dass sie von außen nicht erkennbar sind“, erläutert Professor Michael Wistuba vom Institut für Straßenwesen der TU Braunschweig. „Lediglich am Straßenrand werden in einem Abstand von 1,65 Metern Kabel aus der Straße herausgeführt, gebündelt und in Abständen von ca. 90 Metern in eine sogenannte Management Unit, also einen Steuerschrank, geführt. Diese kommunizieren mit den Fahrzeugen über die Coils und schalten bei Bedarf Streckenabschnitte an oder ab.“
Auf diese Weise sollen in regelmäßigen Abständen elektrische Abschnitte mit einer Länge von jeweils 25 Kilometern entstehen. Pro Korridor soll eine Aufladung von 20 Prozent möglich sein. Die Bezahlung soll über ein dynamisches Verfahren erfolgen, wobei das Fahrzeug mit dem Steuerschrank kommuniziert, den Straßenabschnitt aktiviert und an dessen Ende die gezogene Energie bezahlt.
Ob das Ganze auch in der Praxis funktioniert oder einer Nachbesserung bedarf, wird das Institut für Straßenwesen der Technischen Universität Braunschweig untersuchen. Hier geht es nicht nur um die Frage, wie die Elemente am besten in den Straßenbelag eingebaut werden, sondern auch um geeignete Straßenbaustoffe, damit die Technik selbst keinen Schaden bei den Arbeiten nimmt. Auch eine Berechnung der Lebensdauer der elektrischen Straße wird durchgeführt, denn schließlich will keiner ständig die Straßen wieder aufschürfen müssen.
Finanziert wird das Projekt „eCharge“ mit 1,9 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm „Innovationsprogramm Straße“.
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