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Deutschland will ukrainische Migranten für Obsternte gewinnen - Botschafterin in Kiew

© AFP 2021 / CHARLES PLATIAUDer ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky und Bundeskanzlerin Angela Merkel geben nach einem Gipfeltreffen zur Ukraine am 9. Dezember 2019 im Elysee-Palast in Paris eine Pressekonferenz. Symbolbild
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky und Bundeskanzlerin Angela Merkel geben nach einem Gipfeltreffen zur Ukraine am 9. Dezember 2019 im Elysee-Palast in Paris eine Pressekonferenz. Symbolbild - SNA, 1920, 18.02.2021
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Deutschland und die Ukraine besprechen laut der deutschen Botschafterin in Kiew, Anka Feldhusen, aktuell die Möglichkeit, das Verfahren für die legale Einreise und Beschäftigung ukrainischer Arbeitsmigranten in Deutschland zu vereinfachen. Das Ziel sei es, Kräfte aus der Ukraine für die Obsternte zu gewinnen.
Dies erklärte Feldhusen am Mittwochnachmittag in einem Online-Gespräch zur Unterstützung des ukrainischen Reformprozesses und Prioritäten Deutschlands in den Beziehungen zur Ukraine. Unter anderem sagte sie auf gutem Ukrainisch:

„Meine Kollegen hier und in Deutschland arbeiten intensiv daran, dass Arbeitsmigranten nach Deutschland gehen können, um beispielsweise auf Bauernhöfen zu arbeiten, Obst und Erdbeeren zu pflücken.“

Anka Feldhusen
Deutsche Botschafterin in der Ukraine
Die Botschafterin erinnerte auch daran, dass es für legale Arbeitsmigranten aus der Ukraine klare Regeln gebe, die es ihnen ermöglichen würden, legal in Deutschland zu arbeiten, beispielsweise für Studenten ukrainischer Bildungseinrichtungen im Zusammenhang mit der Landwirtschaft.
Bei Spargel, Feldsalaten, Gemüsen, Gurken, Hopfen und viele andere Kulturen setzt Deutschland längst auf die Arbeitskraft aus dem Ausland, vor allem aus Osteuropa. Im Frühling 2020 kam es wegen der Pandemie jedoch zum Mangel an ausländischen Erntehelfern, da diese nicht einfach ungehindert einreisen konnten. Beklagt wird unter anderem, dass sie öfter schlechte Arbeitsbedingungen hätten.

Ukrainische Arbeitsmigranten in der EU

Im Mai 2017 wurde zwischen der EU und der Ukraine nach vielen Jahren Verhandlungen das sogenannte visumfreie Regime beschlossen, das den Ukrainern es ermögliche, sich innerhalb von 90 Tagen pro halbes Jahr in jedem beliebigen EU-Land aufzuhalten - allerdings ohne Arbeitserlaubnis. Es führte jedoch dazu, dass 2017 gerade wegen der Arbeitssuche mehr Ukrainer in die EU gekommen waren als Syrer, allein nach Polen rund 585.000 ukrainische Bürger. Wegen der Corona-Pandemie wurden visafreie Reisen jedoch vorübergehend eingefroren. Dazu sind zu Jahresbeginn neue Regeln eingetreten: das sogenannte Autorisierungssystem ETIAS, mit dem man unter anderem Verstöße gegen die Aufenthaltsfristen verfolgen kann.
Jedoch scheint das erste Corona-Jahr die ukrainischen Arbeitsmigranten nicht besonders betroffen zu haben: laut der Nationalbank der Ukraine haben sie 20202 12,121 Milliarden US-Dollar aus dem Ausland in die Ukraine überwiesen - 200 Millionen US-Dollar mehr als im Jahr 2019.
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