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Truppen-Abzug aus Afghanistan: Kramp-Karrenbauer warnt vor vorzeitigen Schritten

© SNA / Alexey WitwizkiAnnegret Kramp-Karrenbauer (Archivfoto)
Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivfoto) - SNA, 1920, 17.02.2021
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Die internationalen Truppen können jetzt nicht aus Afghanistan abgezogen werden, da die Friedensverhandlungen dort nicht abgeschlossen worden sind. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch unter Verweis auf die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Man habe in den vergangenen Jahrzehnten erreicht, dass ein Friedensprozess in Gang gekommen sei, sagte Kramp-Karrenbauer vor Beratungen der Nato-Verteidigungsminister. „Die Verhandlungen laufen, aber sie sind noch nicht so abgeschlossen, dass die Truppen jetzt Afghanistan verlassen können“, sagte die CDU-Politikerin.
„Das bedeutet aber auch eine veränderte Sicherheitssituation, eine erhöhte Bedrohung für die internationalen Kräfte, auch für unsere eigenen Kräfte, darauf müssen wir uns vorbereiten.“
Diese Frage werde Gegenstand der zweitägigen Beratungen der Nato-Minister sein.
Eigentlich sei der Abzug der Truppen für den 30. April geplant, hieß es bei Reuters. Das bisherige Mandat der Bundeswehr würde noch bis 31. März laufen. Nach Informationen der Agentur bereitet die Bundesregierung eine Verlängerung des Mandats bis Jahresende vor, mit dem bestehenden Truppen-Kontingent von 1300 Soldaten. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums habe in Berlin gesagt, die Bundeswehr werde im Rahmen des Bündnisses entscheiden. Es sei nur ein gemeinsamer Abzug geplant. Die Nato-Minister wollten darüber am Donnerstag beraten. Eine Sprecherin des Außenministeriums habe ergänzt, dabei werde es um die Frage gehen, wie „wir den Einsatz gemeinsam und verantwortungsvoll beenden können, ohne den Friedensprozess zu gefährden“.
Bundeswehr-Soldaten im Afghanistan (Archivbild) - SNA, 1920, 17.02.2021
Lambsdorff: Nato braucht verlässlichen Plan für Afghanistan-Abzug
Die radikal-islamischen Taliban verhandeln mit der Regierung in Kabul über ein Friedensabkommen. Den Weg dafür hatten die USA unter anderem mit der Ankündigung frei gemacht, alle Truppen abzuziehen. Allerdings überprüft die neue US-Regierung, ob sie angesichts der zunehmenden Gewalt in dem Land am Abzug festhält. In der Hauptstadt Kabul wurden am Mittwoch zwei afghanische Polizisten erschossen. Wer für die Tat verantwortlich sei, sei noch unklar, hieß es in Sicherheitskreisen.
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