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Iran bremst IAEA-Inspekteure aus, Pandemie wird wie im Mittelalter behandelt, sagt Gabriel

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 17.02.2021
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Iran bremst IAEA-Inspekteure aus; Pandemie wird wie im Mittelalter behandelt, sagt Gabriel; Keine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff; In Sachsen kein Verkehrschaos mehr an der Grenze; Nestlé verkauft Wassergeschäft in Nordamerika; Vulkan Ätna auf Sizilien ausgebrochen
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

Iran bremst IAEA-Inspekteure aus

Das Atomabkommen mit dem Iran steht nach einer erneuten Verschärfung des Konflikts auf immer wackeligeren Füßen. Der Iran teilte der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien mit, dass er ab dem kommenden Dienstag die freiwilligen Transparenzmaßnahmen aus dem Wiener Atomabkommen nicht mehr umsetzen werde. Das gab die IAEA in der Nacht bekannt. Die Führung in Teheran habe zudem mitgeteilt, dass sich das Land nicht mehr an das sogenannte Zusatzprotokoll halten werde, das IAEA-Inspekteure kurzfristige Besuche erlaubt. Die Ankündigung des Iran dürfte dazu führen, dass die IAEA zu weniger Anlagen Zutritt haben wird und möglicherweise auch nicht mehr zeitlich lückenlose Kontrollen durchführen kann wie bisher. Ohne einen unbegrenzten Zugang bliebe von dem Abkommen de facto nichts mehr übrig. Teheran hatte am Montag bereits mit erheblichen Einschränkungen für die UN-Atombehörde bei den Inspektionen gedroht, falls es bis zum Ende des Monats keinen Durchbruch im Atomstreit mit den USA geben sollte.
Rakete (symbolbild) - SNA, 1920, 09.02.2021
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Pandemie wird wie im Mittelalter behandelt, sagt Gabriel

Dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel fehlt im Kampf gegen die Corona-Pandemie der Einsatz moderner Technologien. Was ihn am meisten ärgere, sei die Behandlung der Pandemie mit den Mitteln des Mittelalters. Bei der Pest wurden die Menschen auch nur weggesperrt. Die Mittel des 21. Jahrhunderts lasse man aber weitgehend ungenutzt liegen, sagte Gabriel der „Heilbronner Stimme“. „Die Corona-Warn-App ist ein Flop, es gibt kein Daten-Tracking, um die Infektionsherde schnell zu lokalisieren, und die Gesundheitsämter melden Daten per Fax und zählen vermutlich noch händisch.“ Zudem sei es erbärmlich, wie wenig Deutschland als eines der reichsten Länder der Erde in der Lage ist, seine Schulen und Bildungseinrichtungen digital zu führen.

Keine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat sich gegen eine freie Wahlmöglichkeit beim Corona-Impfstoff ausgesprochen. Alle Impfstoffe hätten ein reguläres Zulassungsverfahren durchlaufen und seien hochwirksam. Wie bei jedem anderen Serum können Reaktionen auftreten, sagte Brysch der „Rheinischen Post". Für die nächsten Monate bleibe absehbar, dass nicht ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stünde. „Deshalb muss priorisiert werden. Solange das so ist, kann es keine Wahlmöglichkeiten geben“, sagte Brysch.

In Sachsen kein Verkehrschaos mehr an der Grenze

Für heute werden an den deutsch-tschechischen Grenzübergängen an der A17 und B174 keine weiteren Rückstaus aufgrund von Einreisekontrollen erwartet. Wie ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna am frühen Morgen mitteilte, habe sich die Lage an den Grenzübergängen normalisiert, und der Verkehr fließe. Die Rückstaus seien deshalb zustande gekommen, weil Reisende die benötigten Corona-Tests vor Ort gemacht hätten. Es scheine so, als ob Reisende nun besser auf die Einreisevorgaben vorbereitet wären, teilte ein Polizeisprecher mit. Allerdings könne es witterungsbedingt bei einsetzendem Schneefall zu Verkehrsbehinderungen auf der B 174 beim Grenzübergang Reitzenhain kommen.

Nestlé verkauft Wassergeschäft in Nordamerika

Der Nahrungsmittelriese Nestlé hat für sein nordamerikanisches Wassergeschäft einen Käufer gefunden. Der Schweizer Konzern hat mit den US-Finanzinvestoren One Rock Capital Partners und Metropoulos & Co. eine entsprechende Vereinbarung erzielt, teilte Nestlé in der Nacht mit. Die Transaktion, die Pure Life, Poland Spring und eine Reihe weiterer Marken in den USA sowie in Kanada umfasse, habe einen Wert von 4,3 Milliarden Dollar. Die veräußerten Geschäfte hätten im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 3,4 Milliarden Franken erreicht. Die Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen, hieß es weiter. An internationalen Premium-Marken wie Perrier, S.Pellegrino und Acqua Panna will das Unternehmen aber festhalten, deshalb sind sie nicht Bestandteil der Transaktion.

Vulkan Ätna auf Sizilien ausgebrochen

Auf der süditalienischen Insel Sizilien hat der Ätna spektakulär Feuer und Asche gespuckt. Wie mehrere Medien berichteten, gab es eine starke Explosion auf der Südost-Seite des Vulkans. Zahlreiche Nutzer teilten in sozialen Medien Fotos und Videos des Naturschauspiels. Darauf war eine riesige Rauchwolke zu sehen, die aus dem Krater aufstieg, und Lava, die den Hang hinunterfloss. Von Schäden oder Verletzten wurde zunächst nicht berichtet. Der internationale Flughafen der Stadt Catania südlich des Ätna stellte wegen der Vulkanasche in der Luft nach eigenen Angaben zeitweise den Betrieb ein.
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