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Ein Geldsegen für Wahlkämpfe: Grüne erhalten von Pharma-Erben größte Spende in Parteigeschichte

© AFP 2020 / INA FASSBENDERAnnalena Baerbock und Robert Habeck feiern nach ihrer Wiederwahl als Parteichefs der Grünen, den 16. November 2019.
Annalena Baerbock und Robert Habeck feiern nach ihrer Wiederwahl als Parteichefs der Grünen, den 16. November 2019.  - SNA, 1920, 17.02.2021
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Nach Angaben des Bundestags spendete der Pharma-Erbe Antonis Schwarz am Montag 500.000 Euro an die Grünen.
In den Bundestagslisten der Großspenden ist es damit der höchste offizielle Einzelbetrag an die Grünen seit 2002. Gleichzeitig ist das nach Grünen-Bestätigung die größte Spende in ihrer Parteigeschichte, die für Bundestags- und Landtagswahlkämpfe bestimmt ist. Seit 2002 sind die Ad-hoc-Mitteilungen über Parteigroßspenden verpflichtend, wobei Zuwendungen über 50.000 Euro dem Bundestagspräsidenten unverzüglich angezeigt und dann veröffentlicht werden müssen.
Die bisherige Rekordsumme im Wert von 300.000 Euro spendete der Berliner Vermögensberater Jochen Wermuth im Februar 2016 an den baden-württembergischen Landesverband der Grünen. Wenige Monate später kamen von ihm weitere knapp 300.000 Euro an die Partei überwiesen. Im gesamten Jahr 2020 tauchte die neue Summe von einer halben Million nur einmal auf, als das Berliner Immobilienunternehmen „Gröner Family Office“ im Dezember diese an die CDU gespendet hatte.

Der Spender unterstützte bereits „Extinction Rebellion“

Die Parteispitze hat die großzügige Spende bisher nicht kommentiert. Bei dem Spender Antonis Schwarz handelt es sich dabei um den deutsch-griechischen Millionenerben und Mitglied der Gründerfamilie des ehemaligen börsennotierten Unternehmens „Schwarz Pharma“ aus Nordrhein-Westfalen. Seit 2007 ist es Bestandteil des belgischen UCB-Konzerns. Für den Verkauf soll die Gründerfamilie rund 1,4 Milliarden Euro bekommen haben.
An die Grünen spendete Schwarz 2019 schon mal 65.000 Euro, doch die Partei ist nicht das einzige Objekt von Interesse des jungen Unternehmens. 2016 gründete „Toni“ Schwarz die gemeinnützige Firma „Guerilla Foundation“ – deren Ziel es sei, Aktivisten und sozialen Graswurzelbewegungen für einen großen Systemwandel in Europa zu unterstützen.
Laut Jahresbericht der Foundation stellte Schwarz 2017 Fördermittel von knapp 360.000 Euro in ganz Europa zur Verfügung. Er wirbt für einen verantwortungsbewussten, demokratischen Kapitalismus und es gehe ihm „um systemische Transformationsprozesse, bewussten Konsum, ökologisch orientierte Wirtschaftspraktiken“. Nach weiteren Firmenangaben war auch die Gruppe „Extinction Rebellion“ 2018 unter den Günstlingen der Stiftung. Laut der „Wirtschaftswoche“ war auch „das Zentrum für politische Schönheit“ schon mal von Schwarz finanziell unterstützt.
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Spende-Pech für CDU mit großem Parteispender

Vor einigen Tagen hatte der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg – bisher einer der bundesweit größten Parteispender – gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt, keine Parteispenden mehr leisten zu können. Es sei nicht mehr zu vermitteln, da sich die Mitgliedsunternehmen wegen der Corona-Krise in einer schwierigen Situation befänden. In den letzten Jahren spendete der Metallarbeitgeberverband oft und großzügig an mehrere Parteien, am meisten allerdings an die CDU in Baden-Württemberg. Für dieses Jahr bekommen CDU, Grüne, FDP und SPD von dem Verband zusammen noch 265.000 Euro.
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