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Bewaffnete entführen erneut zahlreiche Schulkinder in Nigeria - Boko Haram?

© AFP 2020 / KOLA SULAIMONAnhänger der Koalition Nördlicher Gruppen (CNG) fordern die Regierung Nigerias auf, Hunderte entführte Kinder im Bundesstaat Katsina zu retten. 17. Dezember 2020
Anhänger der Koalition Nördlicher Gruppen (CNG) fordern die Regierung Nigerias auf, Hunderte entführte Kinder im Bundesstaat Katsina zu retten. 17. Dezember 2020 - SNA, 1920, 17.02.2021
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Im westafrikanischen Staat Nigeria haben Bewaffnete am Mittwoch erneut zahlreiche Schüler verschleppt. Inoffiziellen Angaben aus Regierungskreisen wurden 29 Schüler gemeinsam mit drei Lehrern und zwölf Familienmitgliedern gekidnappt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Lagos meldet.
Ein Schüler sei dabei ums Leben gekommen. Präsident Muhammadu Buhari ordnete die Entsendung von Militär- und Polizei an, teilte sein Sprecher mit. Anwohner berichteten über Soldaten, die mit mehreren Transportern vor Ort eintrafen.

Hintergründe der Entführung nicht bekannt

Den Angaben zufolge ereignete sich der Überfall am frühen Morgen im zentralen Bundesstaat Niger. Uniformierte Angreifer mit Sturmgewehren drangen in das Gebäude des Wissenschaftskollegs der staatlichen Schule in der Stadt Kagara ein. Bei den verschleppten Schülern handelt es sich um Heranwachsende im Teenager-Alter. Die Hintergründe waren zunächst unklar.
Sekundarschule in Kankara, Bundesstaat Katsina, Nigeria, der 12. Dezember 2020  - SNA, 1920, 13.12.2020
Bewaffnete greifen Schule in Nigeria an – Hunderte Kinder entführt

Boko Haram treibt weiter ihr Unwesen

Vor knapp zwei Monaten hatte die islamistische Terrorgruppe Boko Haram im nördlich gelegenen nigerianischen Bundesstaat Katsina mehrere hundert Schulkinder entführt, sie eine Woche später aber wieder freigelassen. Unklar blieb, ob Lösegeld gezahlt wurde.
Boko Haram sowie diverse Splittergruppen terrorisieren seit Jahren die Bevölkerung im Norden des Landes. 2014 hatten sie aus einer Schule in Chibok 276 Mädchen entführt. Die Tat hatte international für Entsetzen gesorgt und eine von vielen Prominenten unterstützte Solidaritätskampagne ausgelöst. Trotz verschiedener Freilassungsaktionen werden immer noch viele der Mädchen vermisst.
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