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Forscher: So können Pädophile erkannt werden

© CC0 / SciTechTrend / FlickrMenschliches Gehirn (Illustration)
Menschliches Gehirn (Illustration) - SNA, 1920, 16.02.2021
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Wissenschaftler der Moskauer Staatlichen Psychologisch-Pädagogischen Universität (MSUPE) haben Ursachen der sexuellen Neigung pädophiler Menschen zu Kindern ermittelt.
Bei einer Studie stellten sie bei den untersuchten Pädophilen persönliche Unreife fest, die die sexuelle Neigung zu Minderjährigen fördert. Der Artikel erschien in der russischen Fachzeitschrift „Klinische Spezialpsychologie”.
Den Forschern zufolge sind Pädophile nach der psychischen und emotionalen Reife auf einem ähnlichen Niveau wie Kinder. Darauf gründet sich ihre sexuelle Neigung, weil die Eigenwahrnehmung bei solch einer Störung durch mehr infantile Merkmale gekennzeichnet ist.

„Die Wahl des bevorzugbaren Objekts bei Pädophilie entspricht der ‚Ich‘-Gestalt des Kranken. Der Sinn für Sexualität und sexuelle Aktivität wurden bei ihm nicht gebildet. Sexualität blieb infantil. Das sexuelle Interesse ändert sich nicht mit dem Älterwerden, als attraktives Objekt erscheint für Pädophile keine erwachsene Frau, sondern ein Kind. Die sexuelle Aktivität verlagert sich ebenfalls in die Kommunikation und das spielerische Zusammenwirken“

Nikolai Dworjantschikow
Dekan der Fakultät „Rechtliche Psychologie“ der MSUPE
Die festgestellten Besonderheiten seien zum Teil auch für Straftäter ohne pädophile Neigungen typisch, so die Forscher. Die Erklärung dafür lautet: In die Gruppe ohne Diagnose passten auch jene, bei denen keine Pädophilie festgestellt werden konnte oder die Störung erst im Entstehen war.
Während der Studie verwendeten die Wissenschaftler erstmals verbale und nichtverbale Methoden zur Erkennung von Emotionen, Empathie und Mitgefühl. Zudem wurde erstmals eine recht große Gruppe für eine solche Studie untersucht: 87 Menschen.
Die erhaltenen Ergebnisse sollen dabei helfen, die Gründe des kriminellen Verhaltens der Person, die sich gegenüber Kindern sexuell strafbar macht, besser zu erkennen sowie diagnostische Kriterien zu präzisieren. Dadurch könnten die Effizienz von psychotherapeutischen und psychorevidierenden Programmen erhöht, die Ziele und Aufgaben für Experten präziser und die Behandlung effizienter gestaltet werden.
Die Studie könnte ein Schritt zu neuen Erforschungen der Besonderheiten des interpersonellen Zusammenwirkens, der Wahrnehmung und des Verständnisses emotionaler Zustände bei einem anomalen sexuellen Verhalten sein, erklären die Experten abschließend.
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