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„Wir wollen die Wahrheit wissen“ – Gaddafi-Berater über Aufstände in Libyen vor zehn Jahren

© AFP 2021 / ADEM ALTANProteste in Libyen 2011 (Archivbild)
Proteste in Libyen 2011 (Archivbild) - SNA, 1920, 15.02.2021
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Mit Steinen und Brandsätzen bewaffnet, stürmten Aufständische am 15. Februar 2011 die libysche Stadt Bengasi, um gegen die Festnahme eines lokalen Aktivisten zu protestieren. Der sog. Arabische Frühling war da schon voll im Gange. Die Zusammenstöße eskalierten, Libyen ist in einem vom Ausland befeuerten Bürgerkrieg versunken.
An diesem Montag, dem 15. Februar 2021, ist es genau zehn Jahre her, dass die sog. Libysche Revolution begann: eine Serie von Aufständen, die letztlich eine Nato-Intervention nach sich zog. Und die Spaltung des Staates in zwei labile kleinstaatliche Gebilde. Aus einem der wohlhabendsten afrikanischen Länder hat sich Libyen in einen gescheiterten Staat verwandelt. Im exklusiven SNA-Interview erinnert sich Ahmed Gaddaf al-Dam, ehemaliger Berater und Cousin des damaligen libyschen Machthabers, an die Ereignisse von 2011.
„Im Namen der Gerechtigkeit sollte es eine Untersuchung dessen geben, was damals in Libyen geschah“, sagt er. „Libyen war keine Bedrohung für den Weltfrieden, um eine Intervention des Sicherheitsrates dieser Art zu rechtfertigen.“
Damit verweist der Politiker auf die Resolution des UN-Sicherheitsrats von 2011, in der das Organ der Vereinten Nationen eine sofortige Waffenruhe forderte und eine Flugverbotszone über Libyen verhängte.
„Aber selbst damit schrieb der Sicherheitsrat noch keine derart massiven Angriffe gegen Libyen vor: 40.000 Luftschläge, zehntausende Raketen vom Land und vom Meer her“, erinnert sich der ehemalige Gaddafi-Berater.
Gaddafis Hinrichtung am 20. Oktober 2011 wertet Ahmed Gaddaf al-Dam als ein „Kriegsverbrechen“. Es müsse eine Untersuchung geben, um die Verantwortlichen für diesen Mord auszumachen. „Wir wollen heute die Wahrheit wissen“, fordert er.
Das  russische Kurzstrecken-Flugabwehrraketen-System - SNA, 1920, 28.01.2021
US-Militär soll erbeutetes russisches Raketenabwehrsystem nach Ramstein gebracht haben
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