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„Schlechtes Geschäft” – USA drohen mit Sanktionen bei Fertigstellung von Nord Stream 2

© SNA / Ilya PitalyewBauarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild)
Bauarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 13.02.2021
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Die USA werden die Möglichkeit der Verhängung von weiteren Sanktionen prüfen, falls Versuche unternommen werden sollen, die Gaspipeline Nord Stream-2 fertig zu bauen. Dies hat der Sprecher des Außenministeriums, Ned Price, bei einem Briefing bekannt gegeben.
„Unsere Position zu Nord Stream 2 ist sehr klar und bleibt unverändert. Präsident Biden hat deutlich gemacht, dass Nord Stream 2 ein schlechtes Geschäft ist“, sagte er vor den Reportern.

Es ist ein schlechtes Geschäft, weil es Europa spaltet, es setzt die Ukraine und Mitteleuropa der russischen Manipulation aus, es verstößt gegen Europas eigene erklärte Energie- und Sicherheitsziele.“

Ned Price
Sprecher des US-Außenministeriums
Die USA würden die Aktivitäten zur Fertigstellung oder Zertifizierung der Pipeline weiter beobachten, sagte Price. Bei ihrer Fort- oder Durchführung würden die USA „eine Entscheidung über die Anwendbarkeit von Sanktionen“ treffen.
Dabei seien die Sanktionen „nur eines von vielen wichtigen Instrumenten“, fügte er hinzu.
Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet, deutsche Behörden würden derzeit eine Art "strategisches Gesamtpaket“ mit der US-Seite besprechen, das den Umgang mit der Pipeline Nord Stream 2 reglementieren würde. In die Diskussion seien unter anderem Transatlantiker wie der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel einbezogen. Zu den Optionen, die diskutiert würden, gehöre unter anderem die Möglichkeit, die Gaslieferung über die Pipeline im Fall der mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen seitens Russlands zu unterbrechen
MdB Klaus Ernst (Archivbild) - SNA, 1920, 12.02.2021
Vorsitzender von Bundestags-Wirtschaftsausschuss: Nordstream 2 muss fertig gebaut werden
Nach Angaben des Magazins hoffe die Bundesregierung, dass eine Einigung über das Projekt mit der Administration Biden einfacher zu erreichen wäre als mit der Administration seines Vorgängers Donald Trump.

Nord Stream 2

Das Projekt Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei Gasleitungen mit einer Gesamtleistung von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr vor, die von Russland über die Ostsee nach Deutschland transportiert werden sollen. Die Gaspipeline ist bereits zu mehr als 90 Prozent fertig.
Washington will den Fertigbau der Pipeline stoppen, angeblich um eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen zu verhindern. Befürworter der Gasleitung werfen den USA dagegen vor, nur ihr teureres Flüssiggas in Europa verkaufen zu wollen.
MdB Manuel Sarrazin (Bündnis 90/Die Grünen) spricht im Bundestag am 10. Februar 2021 (Standfoto aus dem Video) - SNA, 1920, 11.02.2021
Im Bundestag fliegen zu Russland und Nord Stream 2 wieder die Fetzen: Flopp oder Sieg der Grünen?
Im Dezember 2019 wurden die Bauarbeiten unterbrochen, nachdem US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen die an dem Projekt beteiligten Unternehmen ermöglicht hatte. Daraufhin stiegen Unternehmen wie etwa die Schweizer Firma Allseas und die norwegische DNV GL aus dem Projekt aus.
Nach einem Baustopp setzte die Nord Stream 2 AG trotz US-Sanktionen ihre Verlegearbeiten an der deutsch-russischen Ostsee-Gasleitung fort.
In dieser Woche wurde bekannt, dass die Verlegearbeiten in den dänischen Gewässern vom Rohrverlegungsschiff „Fortuna“ übernommen und bis Ende April 2021 größtenteils abgeschlossen werden sollen.
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