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Kaum erfüllbar: Slowakei interveniert gegen deutsche Reisebeschränkungen

© REUTERS / RALPH BROCKKontrolle an der Tiroler Grenze
Kontrolle an der Tiroler Grenze  - SNA, 1920, 13.02.2021
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Der slowakische Außenminister Ivan Korcok hat bei seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas gegen Reisebeschränkungen für Lastwagenfahrer interveniert. Wie das Außenministerium in Bratislava am Samstag mitteilte, ging es dabei um die Vorschrift, an der Grenze einen höchstens 48 Stunden alten Coronatest für die Einreise nach Deutschland vorzuweisen.
„Diese Maßnahme wird riesige Probleme verursachen und ist für unsere Lastwagenfahrer in der Praxis kaum erfüllbar“, erklärte Korcok dem Bundesaußenminister nach Angaben seines Ministeriums. Die Slowakei habe deshalb eine diplomatische Note nach Berlin geschickt.
Die Bundesregierung in Berlin hat das EU-Land Slowakei am Freitag ebenso wie zuvor Tschechien und Tirol als Gebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft. Damit dürfen Reisende aus der Slowakei von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht mehr nach Deutschland kommen. Lastwagenfahrer gehören zwar zu den Ausnahmen, aber nur, wenn sie die Testbedingung erfüllen oder eine Quarantäne antreten.
Die Slowakei befürchtet, dass andere EU-Länder dem deutschen Beispiel folgen könnten. „Unsere Volkswirtschaften sind eng miteinander verbunden (...), deshalb fordere ich, dass wir innerhalb der EU Schritte vermeiden, die zu reziproken Maßnahmen und weiteren Störungen des Binnenmarktes führen könnten“, warnte Korcok.
Die Slowakei war glimpflicher als die meisten anderen EU-Staaten durch die erste Pandemiewelle im Frühling 2020 gekommen. Seit Oktober steigt aber die Zahl der Infektionen und Corona-Toten dramatisch an. Dabei wurde mittlerweile die sogenannte britische Variante B.1.1.7 zum dominierenden Typ des Coronavirus. Nicht bestätigt hat sich hingegen ein erster slowakischer Verdachtsfall in Bezug auf die südafrikanische Variante.
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