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„Ihr macht uns nackt“ - Tätowierer protestieren freizügig gegen den Lockdown

© CC0 / ilovatattoos / pixabayTätowierung (Symbolbild)
Tätowierung (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.02.2021
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Wegen anhaltenden Lockdowns und ausbleibender Zahlungen der Corona-Hilfen müssen viele Tätowierer um ihre berufliche Existenz fürchten. Um auf ihre Not aufmerksam zu machen, ziehen sie auf Instagram blank.
Friseure dürfen sich freuen, denn ab 1. März können sie ihre Arbeit wieder aufnehmen. Für viele andere Branchen heißt es hingegen weiter im Lockdown ausharren, so auch für die Tätowierer. Die Angst vor der Pleite wächst, die Auszahlung der Corona-Hilfen läuft schleppend. Seit Mitte Januar machen Deutschlands Tattoo-Künstler auf kreative Weise auf ihre Not aufmerksam. Unter dem Hashtag #ihrmachtunsnackt posten sie freizügige Bilder von sich auf Instagram.
„Ich habe die Aktion ins Leben gerufen, weil es ein stiller Protest ist, er aber durch die Nacktheit Aufmerksamkeit findet“, wird der Bayreuther Tätowierer Dawid Hilgers-Lehner von n-tv zitiert. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie halte er für sinnvoll und wolle sie nicht infrage stellen, sondern auf die ausbleibenden Zahlungen hinweisen.
Urban Slamal, Vorsitzender des Bundesverbandes Tattoo, sagte, es freue den Verband, dass „eine ohnehin bunte Branche einen kreativen, friedlichen und originellen Weg gefunden hat, den eigenen tiefgehenden Sorgen Ausdruck zu verleihen“. Die Lage werde branchenübergreifend immer dramatischer, viele Unternehmer könnten die Versäumnisse der Politik die berufliche Existenz kosten.
Die Öffnung der Tattoo-Studios soll laut einer aktuellen Pressemitteilung des Bundesverbands Tattoo ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner möglich sein. Nun gelte es abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen die Bundesländer beschließen werden.
„Um die Entscheidungen der Bundesländer im Interesse der Tattoo-Branche zu beeinflussen, haben wir seit Beginn der Pandemie die entsprechenden Ministerien bereits mehrmals kontaktiert. Leider haben wir bisher nie eine Berücksichtigung noch eine Antwort erhalten. Nichtsdestotrotz haben wir selbstverständlich wieder eine überarbeitete Fassung an das Bundesministerium für Gesundheit als auch an alle 16 Ministerinnen und Minister der Landesregierungen gesandt.“
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Lockdown: Brauereien müssen Bier in den Gully schütten
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