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Hätten ihm nicht folgen dürfen: Nikki Haley rechnet mit „Freund“ Trump ab

© AFP 2020 / OLIVIER DOULIERYNikki Haley spricht beim Parteitag der Republikaner am 24. August 2020.
Nikki Haley spricht beim Parteitag der Republikaner am 24. August 2020. - SNA, 1920, 12.02.2021
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Der Sturm auf das Kapitol hat das Vertrauen der US-Bürger in die Demokratie erschüttert. Die Demokraten sehen die Schuld beim Ex-Präsidenten Donald Trump. Aber auch aus den Reihen der Republikaner kommt Kritik: Die frühere amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley hat nun eingeräumt – Trumps Politik zu folgen sei ein Fehler gewesen.
In einem Interview mit der US-Zeitung „Politico“ zeigte die prominente Republikanerin späte Einsicht und warf Trump einen falschen politischen Kurs vor. „Er schlug einen Weg ein, den er nicht hätte gehen sollen – und wir hätten ihm nicht folgen und nicht auf ihn hören dürfen“, sagte Haley und fügte hinzu: „Und wir dürfen nicht zulassen, dass so etwas jemals wieder passiert.“
Anstoß nahm sie vor allem daran, dass Trump-Anhänger beim Sturm auf das Kapitol am 6. Januar „Hängt Mike Pence“ gerufen hätten – dem war Trumps öffentliche Kritik an seinem Vizepräsidenten, Mike Pence, vorausgegangen. Das widere sie an, verriet die Politikerin.
Haleys ablehnende Haltung ist bedeutend: Viele Wähler der Republikaner stehen nach wie vor zu Trump. Sein Umfeld drohte bereits damit, Trump-freundliche Kandidaten gegen diejenigen republikanischen Kongressabgeordneten und Senatoren aufzustellen, die sich vom ehemaligen Präsidenten abwenden. Dabei gilt die amtierende Gouverneurin des Bundesstaates South Carolina als mögliche Kandidatin der Republikaner bei der nächsten Präsidentschaftswahl.

Nicht wiederzuerkennen

Dennoch zeigte sie Verständnis für ihren „Freund“ Donald Trump.
„Wie ich das verstehe, glaubt er aufrichtig, dass ihm Unrecht zugefügt wurde.“ Sie verglich Trump mit jemandem, der sage, dass Gras blau sei. „Wenn jemand keine Farben unterscheiden kann und das wirklich glaubt, ist das unverantwortlich?“
Allerdings machte sie ebenso deutlich, dass sich der Ex-Präsident nach den Wahlen stark verändert habe: „Ich hätte nie gedacht, dass er sich so entwickeln würde. Ich habe nicht mehr das Gefühl zu wissen, wer er ist (…) Die Person, mit der ich zusammengearbeitet habe, ist nicht die Person, die ich seit den Wahlen beobachtet habe“, so Haley in dem Interview.
Trump wird angelastet, seine Anhänger zum Sturm auf das Kapitol aufgehetzt zu haben. Er hatte für den 6. Januar – an dem Tag sollte Bidens Sieg bei der Präsidentenwahl vom Kongress formell bestätigt werden – wegen angeblich manipulierten Wahlen zu einer Demonstration aufgerufen. Wenig später stürmten seine Anhänger das US-Parlament. Im Zusammenhang mit den Unruhen kamen sieben Menschen ums Leben. Gegen Trump läuft inzwischen ein zweites Amtsenthebungsverfahren, obwohl er nicht mehr Präsident ist.
Sitzung des US-Senats zum Impeachment-Verfahren von Donald Trump, 10. Februar 2021 - SNA, 1920, 12.02.2021
Anklage zitiert Heiko Maas im Impeachment-Verfahren gegen Trump
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