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Bundesbank-Präsident: Sorge übertrieben, keine riesige Pleitewelle in Deutschland

© AP Photo / Martin MeissnerLockdown in Deutschland
Lockdown in Deutschland  - SNA, 1920, 12.02.2021
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Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hält Befürchtungen einer riesigen Pleitewelle als Folge der Corona-Krise für übertrieben. Wie er in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ sagte, dürfte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen weit unter ihrem historischen Höchststand bleiben.
Eine große Rolle spielen dabei Weidmann zufolge die Maßnahmen der Bundesregierung zur Stützung der Unternehmen.
„Der Wirtschaftseinbruch wird sich erst in den kommenden Quartalen in den Insolvenzzahlen niederschlagen“, sagte der Bundesbank-Präsident. „Sie werden zwar deutlich steigen, allerdings von einem sehr niedrigen Niveau aus.“
Doch die Verbraucherpreise werden nach Einschätzung des Bundesbank-Präsidenten deutlich steigen. Die Inflationsrate dürfte gemäß dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) in Deutschland zum Jahresende hin über drei Prozent liegen, so Weidmann. Den HVPI zieht die Europäische Zentralbank (EZB) für ihre Geldpolitik heran. Die EZB strebt laut der Deutschen Nachrichtenagentur mittelfristig für den gesamten Euroraum eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an.
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Angeheizt wird die Inflation in Deutschland unter anderem dadurch, dass die für ein halbes Jahr gesenkte Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn wieder auf ihr vorheriges Niveau angehoben wurde, so die Nachrichtenagentur. Hinzu kommt die seit Anfang 2021 fällige CO2-Abgabe von 25 Euro je Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid (CO2), das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht. Aufgrund dieser Sondereffekte werde der Anstieg der Inflationsrate „nur vorübergehend sein“, erklärte Weidmann.
„Aber eines ist klar: Die Inflationsrate bleibt nicht auf Dauer so niedrig wie im vergangenen Jahr.“
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