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„Staat hat kein Recht, dieses Glück zu verhindern“: FDP wirbt für Legalisierung der Leihmutterschaft

© CC0 / redgular / PixabaySchwangerschaft (Symbolbild)
Schwangerschaft (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.02.2021
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Die FDP-Bundestagsfraktion hat ein Positionspaper veröffentlicht, in dem sie sich für die Legalisierung der Leihmutterschaft ausspricht. Demnach soll es Frauen erlaubt werden, für die eigene Schwester oder ein befreundetes homosexuelles Paar ein Kind auszutragen.
Leihmutterschaft ist aufgrund der Gesetzeslage bezüglich des Embyronenschutzes in Deutschland verboten. Ärztinnen und Ärzten, die einer Ersatzmutter beispielsweise eine befruchtete Eizelle einsetzen, drohen bis zu drei Jahren Haft. Die FDP möchte dies nun ändern und diesen Vorgang legalisieren.
„Wenn Betroffene auf anderem Weg kein Kind bekommen können, ihnen durch Leihmutterschaft geholfen werden kann und die Leihmutter rein aus Nächstenliebe heraus selbstbestimmt helfen möchte, hat der Staat kein Recht, dieses Glück zu verhindern“, zitiert der „Tagesspiegel“ die FDP-Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr.
Mit dem Vorstoß will Helling-Plahr auch verhindern, dass sich Paare mit Kinderwunsch auf der Suche nach einer Leihmutter zum Gang ins Ausland gezwungen sehen.
Im europäischen Ausland ist Leihmutterschaft in Großbritannien, Griechenland und Portugal ausdrücklich erlaubt.
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Für Menschen, die ihr Kind im Ausland austragen lassen, bedeutet das oft, dass sie in einen langen Kampf mit den Behörden um die Anerkennung der eigenen Elternschaft und um die deutsche Staatsangehörigkeit des Kindes geraten. Helling-Plahr will nun einen „klar abgesteckten Rechtsrahmen“ schaffen: Die Leihmutterschaft soll an strenge Auflagen geknüpft werden, etwa an die Genehmigung durch ein Familiengericht. Dazu soll es ein Beratungsangebot für alle Beteiligten geben.
Die FDP hat diese Frage bereits mehrmals aufgeworfen. 2019 hatte die Partei eine stärkere staatliche Unterstützung für ungewollt kinderlose Paare verlangt und sich dafür ausgesprochen, bisherige Beschränkungen bei der Fortpflanzungsmedizin zu kippen. Die FDP-Bundestagsfraktion forderte damals konkret, das aus ihrer Sicht veraltete Embryonen­schutz­gesetz durch ein modernes „Fortpflanzungsmedizingesetz“ zu ersetzen.
Union, SPD und Grüne stehen einer Legalisierung der Leihmutterschaft bislang skeptisch bis ablehnend gegenüber.
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