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„Kein einziger belegter Fall“: Experten zu deutschen Todesfällen nach Corona-Impfung

© REUTERS / ANDREAS GEBERTImpfkampagne in Deutschland (Symbolbild)
Impfkampagne in Deutschland (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.02.2021
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Bislang sind in Deutschland nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) 113 Menschen nach einer Corona-Impfung verstorben. Manch einer vermutet einen Zusammenhang zwischen Tod und Impfung. Nun nehmen Fachleute des PEI in einem Bericht des ARD-Magazins „Panorama“ Stellung dazu.
Nach „Panorama“- Recherchen gibt es keinen einzigen belegten Todesfall, der durch eine Impfung verursacht wurde. In ihrem fünften Sicherheitsbericht geben Experten Entwarnung und zählten Todesfälle und Sterblichkeitsraten im Zusammenhang mit einer Impfung gegen das Coronavirus auf.
Laut dem Bericht des PEI konnte bei 43 der 113 Todesfälle eine konkrete Todesursache in zeitlicher Nähe zur Impfung gefunden werden. Die Impflinge seien an Vorerkrankungen oder an einer anderen Infektionskrankheit wie etwa einer Sepsis gestorben.
Der Virologe und Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, machte dabei darauf aufmerksam, dass das Durchschnittsalter der Verstorbenen 85 Jahre sei.
„Wenn Sie in einer Gruppe von Menschen impfen, die sowieso ein statistisch hohes Risiko haben, in nächster Zeit zu sterben, dann kann es natürlich auch sein, dass jemand im engeren zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung stirbt.“
Das muss aber Mertens zufolge nichts mit der Impfung zu tun haben. Dennoch werde dies im Einzelfall überprüft. Als Beispiel dient dabei der Tod einer 91-jährigen Frau im hessischen Wetzlar. Nach der Impfung war die Seniorin zunächst stabil. Nachdem sie auf ihr Zimmer in einem Alten- und Pflegeheim gebracht worden war, verschlechterte sich ihr Zustand aber schnell. Der Notarzt konnte die Frau nicht mehr retten. Sie starb noch am selben Tag
Eine Arzthelferin impft am 22. Januar 2021 eine Bewohnerin eines Seniorenheims mit einem Covid-19-Impfstoff von Pfizer-BioNTech in Froendenberg, Westdeutschland. - SNA, 1920, 05.02.2021
Todesfälle und Nebenwirkungen: Paul-Ehrlich-Institut zu Sicherheit der Corona-Impfstoffe
Bei der Obduktion der Verstorbenen kann der Rechtsmediziner Reinhard Dettmeyer nachweisen können, dass die Frau einen großen, etwa sieben Mal vier Zentimeter großen frischen Herzinfarkt bekommen hat.
„Die Ursache des Herzinfarkts war eine hochgradige Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße“ , sagte er.

Kurz nach der Corona-Impfung erkrankt

Zudem wurden in einigen Seniorenheimen kurz nach der Impfung Corona-Ausbrüche registriert. So seien in einem Alten- und Pflegeheim in Leverkusen 18 Bewohnerinnen und Bewohner gestorben. Auch in Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee seien Todesfälle unter bereits Geimpften gemeldet worden. Sie waren wohl schon zum Zeitpunkt der Impfung unerkannt infiziert oder die Infizierung erfolgte kurz danach.
„Das war einfach noch relativ kurz nach der Impfung, sodass man da von einem nicht-kompletten Impfschutz ausgehen muss“, erklärte die Virologin Ulrike Protzer von der Technischen Universität München.
In den ersten 14 Tagen nach der Impfung baue der Körper das immune Gedächtnis erst auf. „Da besteht noch kein guter Immunschutz. Dann kann es schon passieren, dass es auch direkt nach der Impfung noch zu Ausbrüchen kommen kann.“

Todesursache bei 50 Todesfällen unbekannt

In 50 Fällen wird die Todesursache als unbekannt angegeben. Eine Obduktion sei oft nicht möglich gewesen, da die Angehörigen dies abgelehnt hätten, hieß es zur Begründung.
„Viele sagen: 'Ich möchte nicht, dass meine Mutter noch aufgeschnitten wird. Die ist jetzt im Alter von 90 Jahren verstorben und das ist dann so'“, sagt Protzer. Eine Todesursache könne ohne Obduktion aber oft nicht zweifelsfrei geklärt werden.
Das Paul-Ehrlich-Institut kommt zu einem eindeutigen Ergebnis. Bisher gebe es keinen Hinweis, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfung und Todesfällen gebe. Im Gegenteil - das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken, ist da. Davor schützt eine Impfung.

Impfstart in Deutschland

Ende Januar wurde mitgeteilt, dass sich in Deutschland nun jedoch die Fälle von positiven Corona-Tests nach der Impfung häuften. Vor allem Alten- und Pflegeheime seien betroffen. Impfungen gegen Covid-19 laufen seit Ende Dezember in ganz Deutschland an. Der Fokus lag zunächst auf Risikogruppen wie etwa über 80-Jährigen oder Mitarbeitern medizinischer Einrichtungen.
Impfung mit dem Pfizer-BioNTech-Vakzin (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.01.2021
69 Todesfälle nach Covid-19-Impfung in Deutschland bereits gemeldet: Paul-Ehrlich-Institut erklärt
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (Stand 10. Februar, 12.15 Uhr) wurden in Deutschland 3.509.660 Menschen geimpft. 2.405.156 Personen haben eine Erstimpfung erhalten und 1.104.504 Personen bereits die Zweitimpfung.

Corona-Stand in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle ist in Deutschland laut dem Robert-Koch-Institut (Stand: 11.02.2021, 00:00 Uhr) um 10.237 auf insgesamt 2.310.233 Infektionen gestiegen. Weitere 666 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 63.635 an dem Virus gestorben.
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