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Braun verteidigt Corona-Beschlüsse mit Hinweis auf Mutationen

Helge Braun (Archivbild) - SNA, 1920, 11.02.2021
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Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat die Beschlüsse des Corona-Spitzentreffens gegen Kritik verteidigt. Derzeit kann man ihm zufolge wegen der Mutanten nur schwer abschätzen, welche Beschränkungen noch notwendig seien, um einen Jojo-Effekt wie in anderen Ländern zu vermeiden.
Im ZDF-„Morgenmagazin” wies Braun am Donnerstag auf die neue Situation hin, die mit der Verbreitung von Mutanten des Virus entstanden ist. „Deshalb sind vorsichtige Schritte notwendig”, sagte er.

„Wenn wir es weiter mit dem Wildtyp des Virus allein zu tun hätten, dann könnten wir ja jetzt in etwa einschätzen, welche Beschränkungen notwendig sind, unter welchen Bedingungen”, so Braun.

Einige Staaten hätten aber erlebt, wie auch bei kleinen Öffnungen die Fallzahlen wieder „richtig hoch” gegangen seien - bis hin zu Inzidenzwerten von 800.
Nun werde geprüft, was die ersten Öffnungsschritte in Deutschland für Folgen hätten. Für die Öffnung von Schulen sei vereinbart, dass es Hygienekonzepte, Tests und eine frühere Impfung von Lehrkräften und Betreuern geben solle. Es gelte aber die Hoheit der Länder im Bildungswesen.
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„Sie haben je in den letzten Monaten erlebt, dass die Bundeskanzlerin und ich auch sehr dafür geworben haben, dass wir bei den Schulen einheitlich vorgehen. Aber wir haben eben auch gesehen, dass wir da nicht allein auf der Welt sind, sondern jeder Ministerpräsident hat eine Koalition, hat einen Kultusminister und hat eine eigene Schulcommunity”, zitiert die Deutsche Presse-Agentur Braun. „Und deshalb haben schon in den letzten Tagen viele Länder Entscheidungen getroffen. Und deshalb ist es folgerichtig, dass wir dann im Beschluss auch festgehalten haben, die Länder machen das in ihrer Kultusverantwortung.”
Braun hält angesichts der Corona-Mutanten einen Stufenplan für Lockdown-Öffnungen derzeit noch nicht für möglich. Man müsse erst sehen, wie sich die Virus-Varianten verbreiten, um dann weitere Öffnungsschritte zu definieren, teilt Reuters mit. Derzeit könne man wegen der Mutanten nur schwer abschätzen, welche Beschränkungen noch notwendig seien, um einen Jojo-Effekt wie in anderen Ländern zu vermeiden. Ein Stufenplan der angesichts einer Lageänderung nicht einzuhalten sei, nütze nichts. Man wolle nur das versprechen, was am Ende auch eingehalten werden könne.

Aktuelle Infektionszahlen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) bestätigt insgesamt 2.310.233 Infektionen (Stand: 11.02.2021, 00:00 Uhr) mit dem Coronavirus in Deutschland, das ist ein Plus von 10.237 zum Vortag. Weitere 666 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 63.635 Menschen an dem Virus gestorben. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 64,2 weiter zurückgegangen. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche rechnerisch neu positiv getestet werden. Bund und Länder streben einen Wert unter 50 an.
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