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Rebecca Reusch seit zwei Jahren vermisst: Eltern machen Polizei Vorwürfe

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Polizeiauto (Symbolbild)  - SNA, 1920, 10.02.2021
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Von der damals 15-jährigen Berliner Schülerin Rebecca Reusch fehlt bereits seit rund zwei Jahren jede Spur. Kurz vor dem Jahrestag ihres Verschwindens äußern sich nun die Eltern des noch immer als vermisst geltenden Mädchens.
Laut Vorabmeldung vom Mittwoch erheben Bernd und Brigitte Reusch im Gespräch mit dem Magazin „Bunte“ schwere Vorwürfe gegenüber der Polizei.
„Die Polizei legte sich von Tag eins auf unseren Schwiegersohn als Täter fest, ohne Beweise“, sagte der Vater des Mädchens. Rebecca hatte die Nacht vor ihrem Verschwinden bei ihrer Schwester und deren Mann verbracht.
Die Polizei sei nicht bereit, Zeugen zu hören, die die Jugendliche auch nach ihrem Verschwinden am 18. Februar 2019 noch gesehen hätten, so Bernd Reusch weiter. „Auch nicht Personen, die unseren Schwiegersohn entlasten“.
Rebeccas Mutter, Brigitte Reusch, geht nach wie vor davon aus, dass ihre Tochter noch lebt. Sie sagte zu „Bunte“: „Ich bin ihre Mutter und spüre, dass sie noch am Leben ist.“
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Die Ermittler gehen in dem Fall allerdings von einem Tötungsdelikt aus. Wochenlange Suchaktionen in Waldgebieten und Seen in Brandenburg blieben ohne Erfolg. Zeitweise saß der Ehemann der Schwester in Untersuchungshaft, der Haftbefehl gegen ihn wurde aber aufgehoben. Die Beweise reichten nicht aus, um einen dringenden Tatverdacht zu begründen. Die Kriminalpolizei hält ihn aber weiter für den Mörder. Der Verdächtige und seine Anwältin äußern sich weiterhin nicht.

Neue Details

Vor wenigen Wochen veröffentlichten zwei Journalistinnen neue bislang unbekannte Details. So berichtete eine Zeugin unter anderem von einer unheimlichen Begegnung im Wald.
Sie stießen bei der Arbeit für ihren Podcast Im Dunkeln – „Der Fall Rebecca Reusch“ – auf eine Zeugin, die der Polizei einen Hinweis zu einem bestimmten Waldgebiet gegeben hatte.
Bekannt war schon, dass ein anderer Zeuge ein Auto, das aussah wie der weinrote Renault Twingo des Schwagers, nahe einem Wald beim Ort Kummersdorf südlich der Autobahn gesehen hatte.
Die Frau schilderte den Journalistinnen, wie sie und zwei Freundinnen einen auffälligen jungen Mann im Wald sahen. Zu dritt seien sie mit Pferden in dem Waldstück unterwegs gewesen, sagte die Frau laut dem Podcast-Bericht. Zwischen den Bäumen hätten sie den Mann mit Baseballkappe gesehen. Er sei direkt aus dem Wald gekommen und habe sich ständig in alle Richtungen umgesehen. Als er die Reiterinnen bemerkt habe, sei er schneller gegangen, habe seine Richtung geändert und nur noch nach unten gesehen. Durch Smartphone-Fotos hätten sie später den Zeitpunkt bestimmen können: 18. Februar 2019, kurz vor Mittag.

Fall Rebecca kein „Cold Case“

Auch die Staatsanwaltschaft hatte sich erst vor wenigen Tagen mit einem ungewöhnlichen Video zu Wort gemeldet. Obwohl die Schülerin schon so lange verschwunden ist, geben die Ermittler die Hoffnung nicht auf, diesen Fall eines Tages aufklären zu können.
„Der Fall Rebecca ist für uns kein Cold Case, wir suchen weiter nach Rebecca“, sagte Martin Steltner, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, in einem jüngst veröffentlichen Video.
Tausende Hinweise seien seit dem Verschwinden der Schülerin eingegangen, man sei ihnen nachgegangen und habe sie abgearbeitet, „und wir tun das auch weiterhin“.
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