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Corona-Krise führt zu Anstieg von Beitragsschulden bei Sozialversicherung

© AP Photo / Thomas KienzleKrankenversicherung (Symbolbild)
Krankenversicherung (Symbolbild)  - SNA, 1920, 10.02.2021
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In der Corona-Krise haben Versicherte bei den Sozialversicherungen höhere Beitragsschulden angehäuft. Die Rückstände von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und der Pflegeversicherung wuchsen in einem Jahr um rund 700 Millionen auf 18 Milliarden Euro 2020.
Das geht aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der AfD im Bundestag hervor. Den größten Anteil machten mit 9,6 Milliarden Euro die Beitragsrückstände von Selbstständigen und anderen freiwillig Versicherten bei den Krankenkassen aus. Allein ihr Schuldenberg wuchs um 544 Millionen Euro innerhalb eines Jahres.
Das Ministerium führt den Schuldenanstieg seit dem Vor-Corona-Jahr vor allem auf die Auswirkungen der Pandemie und die deshalb eingeführte, befristete Möglichkeit einfacherer Stundung von Beiträgen zurück.
Der AfD-Abgeordnete René Springer sagte: „Immer mehr Versicherte sind offenbar nicht mehr in der Lage, ihre Beiträge zu entrichten.“ Absehbar sei, dass das Problem durch die Corona-Einschränkungen verschärft werde. Viele Solo-Selbstständige, Freiberufler, Künstler und Kleinunternehmer stünden heute vor dem wirtschaftlichen Ruin.
2018 hatte es allerdings schon einmal einen noch höheren Schuldenstand von 18,5 Milliarden Euro in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung gegeben.

Versicherte überfordert

Stark gestiegen waren bereits damals vor allem die Rückstände der freiwillig Krankenversicherten auf 10,3 Milliarden Euro 2018 – drei Jahre zuvor waren das erst 4,4 Milliarden. In diesem Posten mitaufgeführt sind unter anderem auch Rückstände von versicherungspflichtigen Rentnern mit Betriebsrenten.
Die Beitragsschulden bei den Krankenkassen kommen nach Einschätzung von Beratern von Betroffenen oft daher, dass sich Versicherte mit den Beiträgen überfordert sehen. So sind unter den freiwilligen Kassen-Mitgliedern viele Selbstständige. Sie müssen den kompletten Beitragssatz auf ihre Einkommen bis zu einem Höchstbetrag von derzeit mehr als 760 Euro zahlen.
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