Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nord Stream-2-Streit: Scholz wollte mit Milliarden-Investition US-Sanktionen abwenden – Umwelthilfe

© AP Photo / Markus SchreiberBundesfinanzminister Olaf Scholz (Archiv)
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (Archiv) - SNA, 1920, 09.02.2021
Abonnieren
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat seinem früheren US-Kollegen Steve Mnuchin im August 2020 nach einem Bericht hohe Investitionen in den Ausbau der deutschen Flüssiggas-Terminals angeboten, wenn die USA auf Sanktionen gegen die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 verzichten.
Das geht laut Reuters aus einem Brief von Scholz hervor, den die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Dienstag veröffentlichte. Laut dem Schreiben wäre die Bundesregierung bereit, bis zu einer Milliarde Dollar in den Ausbau eines LNG-Terminals etwa in Bremerhaven zu investieren. Außerdem werde Deutschland weiter den Ausbau der EU-Energienetze auch in Osteuropa unterstützen, um den USA die Sorge vor einer zu großen Gas-Abhängigkeit von Russland zu nehmen.
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 21.01.2021
Nord Stream 2: Objekte in Mecklenburg-Vorpommern nicht von US-Sanktionen betroffen
Die „Zeit“ hatte im vorigen Jahr auszugsweise über den Brief berichtet, den die DUH nun ins Netz gestellt hat. Das Schreiben wurde zuvor von der Bundesregierung veröffentlicht. Die DUH wirft Scholz vor, den Import von umweltschädlichem Fracking-Gas in Kauf genommen zu haben.
Man habe Vorsorge dafür getragen, dass die Ukraine und Polen ihren Status als Transitländer für russisches Gas nach Westen nicht verlieren, schreibt Scholz in dem Brief. Im Gegenzug sollten die USA den Betrieb von Nord Stream 2 nicht weiter behindern, die mehr russisches Gas nach Deutschland und Westeuropa bringen soll.
Eine Einigung mit der US-Regierung gab es damals nicht. Auch die neue US-Regierung sieht das Projekt kritisch. Die Bundesregierung hofft aber, dass US-Präsident Joe Biden von Sanktionen absieht. Der US-Kongress will das Projekt verhindern und plädiert für weitere Sanktionen gegen die am Bau der Pipeline beteiligten Unternehmen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала