Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Iran könnte wegen westlichen Drucks Atomwaffen suchen – Spionagechef

Rakete (symbolbild) - SNA, 1920, 09.02.2021
Abonnieren
Laut dem iranischen Geheimdienstminister könnte der anhaltende Druck des Westens Teheran dazu bewegen, nach Atomwaffen zu suchen, berichtet Reuters am Dienstag.
„Der Oberste Führer hat in seiner Fatwa ausdrücklich gesagt, dass Atomwaffen gegen das Scharia-Gesetz verstoßen und die Islamische Republik sie als religiös verboten ansieht und nicht danach strebt“, sagte der Minister Mahmoud Alavi gegenüber dem staatlichen Fernsehen. Der westliche Druck könnte allerdings die Situation ändern.
„Aber eine in die Enge getriebene Katze verhält sich möglicherweise anders als wenn die Katze frei ist. Und wenn sie (westliche Staaten) den Iran in diese Richtung drängen, dann ist es nicht länger Irans Schuld“, fügte Alavi hinzu.
Teheran steht international im Verdacht, bis 2003 an einem geheimen Atomwaffenprogramm gearbeitet zu haben. Teheran weist die Vorwürfe zurück. 2015 einigten sich die UN-Vetomächte USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland und der Iran in Wien auf ein Abkommen, das Teheran eine friedliche Nutzung der Kernkraft gestattet, aber die Entwicklung von Kernwaffen verwehrt. Im Mai 2018 stiegen die USA einseitig aus dem Deal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran. Daraufhin kündigte der Iran eine etappenweise Abkehr von seinen Verpflichtungen ab 2019 an.
Die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben letzte Woche einen ersten Schritt zu einer möglichen Wiederbelebung des Atomvertrags mit dem Iran getan. Der neue US-Außenminister Antony Blinken erörterte am Freitag in einer Videokonferenz mit seinen Kollegen Heiko Maas aus Deutschland, Jean-Yves Le Drian aus Frankreich und Dominic Raab aus Großbritannien den Streit mit dem Iran um Nuklearanlagen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums lehnte Stellungnahmen zu Einzelheiten der Konferenz ab und erklärte lediglich, die Regierung in Washington wolle gemeinsam mit den europäischen Partnern fortschreiten.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала