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Als Folge des Lockdowns: Sparkassen in Baden-Württemberg warnen vor Schwierigkeiten bei Unternehmen

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Mallorca (Archiv) - SNA, 1920, 09.02.2021
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Die baden-württembergischen Sparkassen weisen auf größere Probleme hin, die aus ihrer Sicht bei den Geschäftskunden 2021 auftreten können, da sie ihre Aktivitäten wegen der Corona-Pandemie haben einstellen müssen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.
„Wir müssen damit rechnen, dass 2021 aufgrund der Corona-Krise mehr Kunden in Zahlungsschwierigkeiten kommen werden“, zitiert Reuters den Präsidenten des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, Peter Schneider.
„Die Lage einiger Geschäftskunden, die in den vergangenen zwölf Monaten zum Teil fast ein halbes Jahr schließen mussten oder nicht tätig werden konnten, wird von Tag zu Tag dramatischer.“
Es werde 2021 deutlich mehr Kreditausfälle geben, sagte Schneider. Derzeit gehe es den Firmenkunden noch verhältnismäßig gut, jedoch helfe die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht.
„Es zappelt gerade noch manch einer, der früher hätte Insolvenz beantragen müssen.“ Seit Beginn der Krise seien bei rund 60.000 Privat- und Firmenkunden die Kreditraten gestundet worden. Die Klagen der Kunden, die an ihre Grenzen stießen, nähmen aber täglich zu. „Je länger der Lockdown geht, umso schwieriger wird es“, warnte Schneider.
Sowohl das Volumen der Kredite als auch das der Einlagen habe 2020 zugenommen, sagte Schneider. Privatkunden könnten ihr Geld nicht ausgeben wegen des Lockdowns, Unternehmenskunden hätten Investitionen verschoben und sicherten sich Liquidität. Das starke Einlagenwachstum belastete allerdings das Ergebnis der Sparkassen, da sie die überschüssige Liquidität bei der Europäischen Zentralbank anlegen müssen und dafür Strafzinsen zahlen. „So viele Kredite können die Sparkassen gar nicht vergeben, wie neue Einlagen eintreffen“, sagte Schneider.
Auch eine höhere Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle drückte die Gewinne der 50 Sparkassen in Baden-Württemberg. Das Betriebsergebnis ging nach Bewertung im Vergleich zu 2019 um knapp zehn Prozent auf 1,37 Milliarden Euro zurück.
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