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Krisenforscher: Merkel ist der Kompass etwas verloren gegangen

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKEBundeskanzlerin Angela Merkel, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und der Berliner Bürgermeister Michael Müller halten eine Pressekonferenz ab, nachdem sie einen "Impfgipfel" mit Impfstoffherstellern und den Ministerpräsidenten der Länder per Videokonferenz durchgeführt haben
Bundeskanzlerin Angela Merkel, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und der Berliner Bürgermeister Michael Müller halten eine Pressekonferenz ab, nachdem sie einen Impfgipfel mit Impfstoffherstellern und den Ministerpräsidenten der Länder per Videokonferenz durchgeführt haben - SNA, 1920, 08.02.2021
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Der Direktor des Instituts für Krisenforschung in Kiel, Frank Roselieb, hat eine Verschlechterung der Krisenkommunikation von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Vergleich zum Beginn der Pandemie verzeichnet, berichtet dpa am Montag.
Beim Auftritt in der ARD letzte Woche habe Merkel „wie eine Schülerin beim ‚Verhör‘ gewirkt, die beim Abschreiben erwischt wurde“, sagte Roselieb. Im Vergleich sei die „nahezu perfekt choreografierte“ TV-Ansprache im vergangenen März „grandios“ gewesen. „Mittlerweile scheint der Kompass etwas verloren gegangen zu sein.“
Sollte es der Politik nicht gelingen, „ihre Entscheidungen im Krisenmanagement wieder nachvollziehbar und glaubwürdig zu gestalten“, könnte man das Vertrauen der Bevölkerung verlieren. Einige Aussagen der Kanzlerin – etwa, dass bei der Impfkampagne im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen sei – machten den Eindruck, die Regierung wolle keinen Nutzen aus vergangenen Fehlern ziehen.
Eine aktuelle YouGov-Umfrage hat zudem einen Anstieg der Unzufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung in der Pandemie verzeichnet. Nur die Hälfte der Befragten bewertete das Regierungshandeln eher positiv. Im Oktober waren es noch 57 Prozent, während der ersten Corona-Welle im April sogar 67 Prozent.
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