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Kretschmann gibt Fehler im Corona-Krisenmanagement zu

© REUTERS / KAI PFAFFENBACHLockdown in Frankfurt am Main
Lockdown in Frankfurt am Main - SNA, 1920, 07.02.2021
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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Fehler im Krisenmanagement während der Corona-Pandemie eingestanden, meldet die dpa.
„Der Lockdown light im November war falsch, die Einschränkungen gingen nicht weit genug“, sagte Kretschmann gegenüber dem „Tagesspiegel am Sonntag“. „Von Teilen der Wissenschaft hatten wir die Ansage, dass das genügen könnte. Das war aber ein Irrtum“, so Kretschmann.
Er ging ferner auf fehlerhafte Planungen zu den Impfungen gegen das Coronavirus ein. „Die EU hat sich offenbar nicht hinreichend auf die Anforderung einer Massenproduktion konzentriert“, sagte der Ministerpräsident. Tatsache sei, „dass wir durch keinerlei Maßnahmen im ersten Quartal den Mangel an Impfstoff beseitigen können“. Da fehle es derzeit schlicht noch an Produktionskapazitäten.
Friedrichtstraße in Berlin - SNA, 1920, 07.02.2021
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Nach Kretschmanns Meinung müsste nach der Pandemie eine umfassende Fehleranalyse vorgenommen werden. „Wenn sie im Großen und Ganzen vorbei ist, würde ich dem Bundestag empfehlen, umgehend eine Enquete-Kommission einzusetzen, gerne auch schon im Frühsommer.“ Diese solle festhalten, welche Konsequenzen aus der Pandemie zu ziehen seien.
Enquete-Kommissionen in den Parlamenten setzen sich im Gegensatz zu Untersuchungsausschüssen nicht nur aus Abgeordneten, sondern auch aus externen Sachverständigen zusammen, um Sachverhalte zu klären.
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