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Vor 50 Jahren erhielten Schweizerinnen Stimmrecht auf Bundesebene

CC BY-SA 4.0 / Heinz Baumann, Comet Photo AG (Zürich) / cropped a photo / ETH-BIB-Fackelumzug der Frauen für Frauenstimmrecht in Zürich-Com L12-0033-0013Fackelumzug der Frauen für Frauenstimmrecht in Zürich, Februar 1963
Fackelumzug der Frauen für Frauenstimmrecht in Zürich, Februar 1963  - SNA, 1920, 06.02.2021
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Die Schweizer Männer gestanden den Frauen vor 50 Jahren bei einer Volksabstimmung ein Stimmrecht auf Bundesebene zu. Auf kantonaler Ebene wurde es zuerst 1959 im Kanton Waadt eingeführt.
Am 7. Februar 1971 stimmten die Schweizer mit 65,7 Prozent dafür. Die Schweiz war somit eines der letzten europäischen Länder, welche ihrer weiblichen Bevölkerung die vollen Bürgerrechte zugestanden. Dabei war die Alpenrepublik das erste Land, in dem dieses Recht durch eine Volksabstimmung (des männlichen Teils der Bevölkerung) eingeführt wurde. Bei einer Abstimmung 1959 hatten noch zwei Drittel der Männer das Frauenwahlrecht auf Bundesebene abgelehnt.
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Im Kanton Appenzell Innerrhoden dauerte es noch etwas länger bis zur Einführung des Frauenstimmrechts. 1990 gab das Bundesgericht einer Klage von Frauen aus dem Kanton Recht und bestätigte damit die Verfassungswidrigkeit der Innerrhoder Kantonsverfassung in diesem Punkt. Damit wurde die politische Mitbestimmung der Frauen auf kantonaler Ebene in Appenzell Innerrhoden als letzter Kanton durchgesetzt.
Bei den eidgenössischen Wahlen vom 31. Oktober 1971 waren Frauen erstmals wahlberechtigt und wählbar. Elf Frauen wurden in den Nationalrat gewählt, was bei 200 Mandataren einen Frauenanteil von 5,5 Prozent ausmachte. 1999 wurde Ruth Dreyfuss als erste Frau Präsidentin der Schweiz.
„Es gibt immer noch große Unterschiede im Wirtschaftsleben, die Lohngleichheit ist bei Weitem noch nicht realisiert“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa Dreyfuss. „Ich bedaure, dass vom Willen der Politik, das voranzutreiben, nicht sehr viel zum Vorschein kommt.“
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Das Frauenwahlrecht gilt in Neuseeland seit 1893, in Finnland als erstes europäisches Land seit 1906, in Russland seit 1917, in Österreich seit 1918, in Deutschland seit 1919, in den Vereinigten Staaten seit 1920. Noch später als die Schweiz führte das Fürstentum Liechtenstein das Frauenstimm- und -wahlrecht am 1. Juli 1984 ein.
Die Geschlechterkluft war nach einer Studie der Stiftung Weltwirtschaftsforum (WEF) 2020 in Island weltweit am kleinsten, gefolgt von Norwegen, Finnland, Schweden und Nicaragua. Deutschland lag auf Platz 10, die Schweiz auf Platz 18, Österreich auf Platz 34.
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