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IAEO findet radioaktive Spuren an Objekten im Iran – Zeitung

© AP Photo / Hamid ForoutanDie Atomanlage Arak, 250 Kilometer südwestlich der iranischen Hauptstadt Teheran (Archivfoto)
Die Atomanlage Arak, 250 Kilometer südwestlich der iranischen Hauptstadt Teheran (Archivfoto) - SNA, 1920, 06.02.2021
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Inspekteure der Internationalen Atomenergieagentur (IAEO) haben im Herbst vergangenen Jahres Spuren von radioaktiven Stoffen in Proben entdeckt, die an zwei Objekten im Iran entnommen worden waren. Darüber schreibt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf drei Diplomaten.
Diese sagten gegenüber der Zeitung, sie wüssten nicht, was für Substanzen von den IAEO-Inspekteuren entdeckt worden seien.
Es wird berichtet, dass die IAEO die Mitgliedsstaaten noch nicht über die radioaktiven Stoffspuren in Kenntnis gesetzt habe. Die Agentur fordert den Iran derzeit auf, Erläuterungen zu den entdeckten Substanzen zu geben, was nach Behauptung eines der Gesprächspartner der Zeitung Routinepraxis sei.
Zuvor hatte der iranische Regierungssprecher Ali Rabii über den Start der Urananreicherung auf 20 Prozent am Nuklearobjekt in Fordo informiert. Im Iran war das vom Parlament initiierte Gesetz „Strategische Maßnahme zur Sanktionsaufhebung“ ratifiziert worden, das die Uranproduktion ab einem Anreicherungsgrad von 20 Prozent vorsieht.
Der iranische Außenminister Dschawad Sarif (Archivbild) - SNA, 1920, 02.02.2021
Rückkehr zum Atomabkommen: Iran spricht sich für EU-Vermittlungsrolle aus
Das Gesetz sieht außerdem den Einsatz von Zentrifugen neuer Generationen innerhalb von drei Monaten vor: 1000 Zentrifugen IR-2M sowie mindestens 174 Zentrifugen IR-6. In einem Jahr soll es 1000 Zentrifugen des zweitgenannten Typs geben.
Dabei sieht das internationale Atomabkommen nur den Einsatz von Zentrifugen der ersten Generation IR-1 und die Urananreicherung auf 3,67 Prozent vor.
Das neue Gesetz verpflichtet die Regierung, auf das Zusatzprotokoll mit der IAEO zu erweiterten Kontrollen der Nukleartätigkeit zu verzichten, wenn die Vertragsseiten innerhalb von zwei Monaten seit dem „Inkrafttreten“ des Gesetzes das Abkommen nicht einhalten sollten. Die Abgeordneten bestehen darauf, dass Bankoperationen und der Ölexport nach Europa, die durch US-Sanktionen behindert werden, normalisiert werden.
Der diesbezügliche Parlamentsbeschluss, der seit Langem vorbereitet worden war, wurde nach der Tötung des ranghohen Atomphysikers Mohsen Fahrizadeh Ende November in einem beschleunigten Verfahren erörtert.
Der umfassende Aktionsplan, der 2015 zwischen der internationalen Sechsergruppe (Großbritannien, Deutschland, China, Russland, den USA und Frankreich) und dem Iran geschlossen worden war, galt nicht einmal drei Jahre. Im Mai 2018 kündigten die USA den einseitigen Ausstieg aus dem Atomprogramm und die Wiederaufnahme harter Sanktionen gegen Teheran an. Der Iran hielt sich daraufhin nicht mehr an alle Details der Vereinbarung.
Die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben jetzt einen ersten Schritt zu einer möglichen Wiederbelebung des Atomvertrags mit dem Iran getan. Der neue US-Außenminister Antony Blinken erörterte am Freitag in einer Videokonferenz mit seinen Kollegen Heiko Maas aus Deutschland, Jean-Yves Le Drian aus Frankreich und Dominic Raab aus Großbritannien den Streit mit dem Iran um Nuklearanlagen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums lehnte Stellungnahmen zu Einzelheiten der Konferenz ab und erklärte lediglich, die Regierung in Washington wolle gemeinsam mit den europäischen Partnern fortschreiten.
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