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BioNTech braucht Geld für Produktionsausbau: EU und Deutschland könnten helfen

© REUTERS / ANDREAS GEBERTBereitliegender Impfstoff in einem Impfzentrum im bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm
Bereitliegender Impfstoff in einem Impfzentrum im bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm  - SNA, 1920, 06.02.2021
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Dem Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech würde nach eigenen Angaben mehr Geld von Deutschland und der EU helfen, um die Produktionskapazitäten des Corona-Impfstoffs auszubauen.
Wie BioNTech-Finanzvorstand Sierk Poetting gegenüber dem „Spiegel“ sagte, soll das Unternehmen für nächstes Jahr eine Kapazität von drei Milliarden Dosen antizipieren.
„Im vergangenen Jahr hätte uns mehr Geld nicht geholfen, weil wir den Produktionsprozess im großen Maßstab erst sicher aufstellen mussten“, so der Pharma-Manager.
Ein Regierungssprecher sagte gegenüber der dpa: „Wir sind schon mit BioNTech über finanzielle Absicherungen im Gespräch. Wir werden alles Notwendige zur Unterstützung tun.“ Auch Finanzminister Olaf Scholz hatte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) (Samstag) bekräftigt: “Am Geld wird die schnellere Beschaffung von Impfstoff jedenfalls nicht scheitern.“
BioNTech-Impfdose - SNA, 1920, 13.01.2021
Corona-Impfstoff von BioNTech wird künftig in NRW hergestellt
Poetting geht davon aus, dass der Bedarf an Impfstoff weiter steigen wird. „Es gibt unterversorgte Länder, es könnte eine dritte Impfdosis gegen mutierte Varianten des Virus notwendig werden, oder es könnten sich ganz neue Mutationen entwickeln. Deswegen arbeiten wir daran, weitere Standorte auszubauen und neue Partner in unser Netzwerk zu nehmen“, sagte er.
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte angesichts der Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen die Bereitstellung weiterer EU-Mittel befürwortet. Als Beispiel wurden zusätzliche Investitionen in den Ausbau oder die Umwidmung von Produktionsstätten genannt. Poetting sagte dazu gegenüber dem „Spiegel“: „Den Vorschlag müsste man prüfen. Er könnte idealerweise dazu führen, dass mittelfristig Kapazitäten erhöht werden könnten.“
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