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Toolkit versehentlich geteilt: Wird Greta Thunberg instruiert, was sie zu schreiben hat?

© SNA / Alexandro Martinez VelezGreta Thunberg (Archivfoto)
Greta Thunberg (Archivfoto) - SNA, 1920, 05.02.2021
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Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat auf Twitter versehentlich eine Nachricht veröffentlicht, in der ihr mitgeteilt wurde, was sie über den anhaltenden gewalttätigen Bauernaufstand in Indien schreiben soll. Dies löste eine polizeiliche Untersuchung und einen politischen Feuersturm aus, wie die Zeitung „NY Post“ schreibt.
Die 18-jährige Aktivistin teilte eine Nachricht, die eine Liste mit „empfohlenen Beiträgen“ zu den laufenden Protesten enthielt. Auf der Liste standen eine Reihe von Tipps und die Empfehlung, auch andere Prominente, darunter Popstar Rihanna, zu reposten und zu markieren. Auch schlug das von ihr geteilte „Toolkit“ vor, geplante Demonstrationen an indischen Botschaften hervorzuheben.
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Kritikern zufolge zeugt das davon, dass Thunberg angewiesen wird, welche Stellung die Protestbeobachter einnehmen sollen. Laut der „NY Post“ soll das „Toolkit“ die kanadische Poetic Justice Foundation erstellt haben. Sie sei eigenen Behauptungen zufolge eine Gruppe, die „Ereignisse schafft, um systemische Ungleichheiten und Vorurteile zu provozieren, herauszufordern und zu stören“. Die Website der Gruppe bestätigt, dass sie „am aktivsten am #FarmersProtest beteiligt ist“.
Thunberg hat das „Toolkit“ schnell gelöscht und folgenden Beitrag gepostet: „Wir zeigen uns mit dem #FarmersProtest in Indien solidarisch.“
Am Donnerstag leitete die Polizei von Delhi Ermittlungen gegen den Urheber des Dokuments, das Thunberg geteilt hatte, ein. Das indische Außenministerium kritisierte die ausländische Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes und warf „ausländischen Bürgern“ und Prominenten „Sensationslust“ und Versuche vor, das Land zu spalten sowie ihre eigene Agenda durchzusetzen.
Zuvor hatte US-Star Rihanna, die mehr als 101 Millionen Followers hat, auf Twitter geschrieben: „Warum reden wir nicht darüber?!“ Sie teilte darauf eine CNN-Reportage, laut der indische Behörden Internet-Dienste an Orten blockieren, wo protestiert wird.
Zehntausende Landwirte haben sich am Rande der indischen Hauptstadt versammelt, um gegen neue Agrargesetze zu protestieren. Landwirte befürchten, dass sie dadurch ärmer und in die Arme von Großkonzernen getrieben werden. Laut dem Premierminister Narendra Nodi braucht Indien diese Gesetze, um die Landwirtschaft zu modernisieren.
Die überwiegend friedlichen Proteste eskalierten am 26. Januar, dem Tag der Republik Indien. Es kam zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei, als einige Bauern auf Traktoren von der zuvor mit der Polizei vereinbarten Demonstrationsroute abkamen und das Rote Fort - eines der berühmtesten Wahrzeichen der Hauptstadt aus dem 17. Jahrhundert - stürmten.
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